Rohstoffe wieder verwerten

Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie gegründet

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Am besten wäre es, direkt beim Produktdesign anzusetzen und schon Entwurf und Konstruktion so anzulegen, dass sich die Wertstoffe erneut oder weiter nutzen lassen. Enormes Potential sieht Reller auch im Bereich der erneuerbaren Energien: "Betrachtet man den Boom bei den neuen Energietechnologien – Solar- und Windkraftwerke – dann muss man eigentlich heute schon an den Re-Use, das Re-Manufacturing oder das Recycling der eingesetzten Funktionsmaterialien denken. Denn für viele dieser Wertstoffe ist es lohnenswert, sie wiederzugewinnen und weiter zu verwenden."

Substitution von Rohstoffen

Im dritten Themengebiet der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS geht es um die Substitution von Rohstoffen. Die Wissenschaftler werden Werkstoffe, Prozesse und Produkte identifizieren und entwickeln, die zum einen die Rohstoffeffizienz erhöhen und zum anderen kritische Rohstoffe ersetzen können.

Kritisch bedeutet in diesem Zusammenhang, Stoffe die knapp sind oder werden, weil die Quellen endlich sind oder weil ihr Abbau in Krisengebieten erfolgt. Die Projektgruppe soll ökonomisch und ökologisch sinnvolle Werkstoffalternativen entwickeln, für eine langfristig gesicherte Rohstoffversorgung der verarbeitenden Industrie.

Das Land Bayern hat für den Aufbau der Projektgruppe eine Anschubfinanzierung in Höhe von 5 Mio. € für die ersten drei Jahre zugesagt. Anlässlich der Einweihung übergab der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil den Bewilligungsbescheid an Prof. Gerhard Sextl. Und vor kurzem hat auch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst grünes Licht gegeben und eine Förderung für einen zukünftig in Hanau ansässigen Teil der Projektgruppe angekündigt, der Lösungen für die Substitution von kritischen Rohstoffen entwickeln wird.

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