Vorgestellt Frauen in Technik und IT – allein unter Männern?

Redakteur: David Franz

Alexandra Weiß über ihren Berufsalltag als Projektleiterin der Abteilung „Customer Service Management“ bei ipoque in Leipzig, einer Tochtergesellschaft des Münchner Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz.

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Alexandra Weiß ist Projektleiterin der Abteilung „Customer Service Management“ bei ipoque in Leipzig, einer Tochtergesellschaft des Münchner Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz.
Alexandra Weiß ist Projektleiterin der Abteilung „Customer Service Management“ bei ipoque in Leipzig, einer Tochtergesellschaft des Münchner Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz.
(Bild: Rohde & Schwarz)

MINT-Disziplinen gelten nach wie vor als Männerdomäne. Auch wenn die Zahl der weiblichen Absolventen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, sind Frauen immer noch die Minderheit.

Eine von ihnen ist Alexandra Weiß. Die Projektleiterin arbeitet in der Abteilung „Customer Service Management“ bei der ipoque GmbH in Leipzig, einer Tochtergesellschaft des Münchner Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz. Dort leitet sie Kunden- sowie interne Projekte im Bereich der Netzwerkanalyse für Telekommunikationsanbieter, analysiert Use Cases und arbeitet eng mit den Entwicklern zusammen.

Der Leidenschaft folgen – so lässt sich der berufliche Werdegang von Alexandra Weiß beschreiben. Schon in der Schule entdeckte die 32-jährige ihre Begeisterung für Technik, doch ihre Entscheidung fiel zunächst auf einen nichttechnischen Beruf und eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei einer Bank.

„2009 bot sich mir die Chance in ein IT-Projekt zu wechseln. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mich nicht nur gerne mit IT-Themen beschäftige und dafür ein gutes Verständnis habe, sondern dies auch in meiner Zukunft machen möchte“, erinnert sich Weiß. So wechselt sie nach drei Jahren als Software Consultant zu einem Softwareunternehmen. In Leipzig erfuhr sie von dem Unternehmen ipoque, interessierte sich für die Themen und schaffte den Einstieg als Projektleiterin.

Die perfekte Kombination: Gezielte Schulungen + Learning on the job

In der Anfangsphase wurde nicht nur Wert auf praktische, sondern auch theoretisches Kenntnisse gelegt: Gleich am zweiten Arbeitstag wartete eine intensive Grundlagenschulung auf Alexandra Weiß: „So konnte ich mir direkt wertvolles Wissen im Bereich Netzwerktechnik, deren Aufbau und die Möglichkeiten in der Analyse kennenlernen. Bei anderen Firmen wird man ja oftmals ins kalte Wasser geworfen.“

Doch die Projektleiterin profitierte nicht nur von einer professionellen technischen Einarbeitung. Auch das Team stand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Nach wenigen Tagen folgte bereits ein erstes eigenes Projekt. „Es handelte sich um Entwicklungsleistungen für einen Kunden, was eine Zusammenfassung aller Erwartungen sowie der Erstellung eines Projektplans, einer Dokumentation und Erstellung von Testfällen beinhaltete“, erinnert sich Weiß.

Projektmanagement im magischen Dreieck

Ihr Wissen setzt Alexandra Weiß inzwischen gezielt in ihrem Berufsalltag ein. Ihr Verantwortungsbereich reicht dabei über die gesamte Produktpalette: Dazu zählen neben einer Software-Bibliothek für die Protokoll- bzw. Applikationsklassifizierung und Metadatenerhebung auch eine Plattform für den tieferen Einblick in das Netzwerk (vom Erkennen von Mustern im Netzwerkverkehr bis zur Unterstützung zur Verbesserung der Service Qualität des Netzes) sowie eine Oberfläche, die mit der Plattform kombiniert sämtliche Statistiken und Reports aller relevanten Netzwerkfaktoren anzeigt.

„Zu unseren Kunden zählen sowohl Netzbetreiber, die ihre Netzwerke Dritten zur Verfügung stellen als auch Mobil- und Festnetzbetreiber. Sie treten oftmals mit der Anforderung an uns heran, ihr Netzwerk analysieren zu lassen, um Optimierungspotenziale aufzudecken. Wir unterstützen sie dabei, die Netzqualität zu verbessern“, erklärt die studierte Betriebswirtin. Damit dies gelingt, sind bei der Abwicklung und Betreuung der Projekte technische, organisatorische und kommunikative Fähigkeiten gefragt.

Fragt man die junge Frau nach der größten Herausforderung in ihrem Job, gibt sie eine schnelle Antwort: „Im Projektmanagement bewegen wir uns immer im magischen Dreieck aus Kosten, Zeit und Qualität. Gleichzeitig ist es nicht immer einfach, die passenden und genügenden Ressourcen zu schaffen, damit ein Projekt mit dem notwendigen technischen Know-how auch erfolgreich umgesetzt werden kann.“

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