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Programmierung mit vielen Automatismen ausgestattet
Die Testsysteme von Reinhardt unterscheiden sich von anderen marktüblichen Testsystemen dadurch, dass die Programmierung mit vielen Automatismen durchgeführt werden, die mit entsprechenden Lernverfahren an den Ausgängen der Baugruppen erlernt werden und damit in kürzester Zeit Testprogramme erstellt werden können. Alle Parameter lassen sich ebenfalls von Hand eingeben. Allerdings sollen sich die Prüfprogramme einfach erstellen lassen und jederzeit modifizierbar sein.
Dank einer umfassenden Statistik ist es möglich, die Programme, die Programmierschärfe, die Streuungen und die Optimierung des Prüfprogramms zu beurteilen. Sowohl Tests und Fehlerlisten lassen sich speichern und über die optionale ODBC-Schnittstelle an eine Datenbank übertragen. Hier analysiert ein spezielles Analyseprogrammen mit Hilfe von ASCII-Daten für die weitere Qualitäts- und Langzeitdokumentation.
Wie der parametrische Funktionstest erfolgt
Nachdem die Mikroprozessoren geladen oder die Boundary-Test-Methode ausgewählt wurde, erfolgt der eigentliche parametrische analoge und digitale Funktionstest. Als erstes werden die Betriebsspannungen (Versorgungsspannungen) angelegt. Dabei kann es sich um eine, bis zu drei oder vier Spannungen handeln, die je nach Baugruppe und Entwicklungsverfahren genutzt werden. Beim Anlegen der Betriebsspannungen muss die Stromaufnahme gemessen und überprüft werden, ob sie innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte liegt.
Die Grenzwerte sind frei programmierbar und können so vom Entwickler übernommen werden. Liegt der Strom zu hoch, wird mit Hilfe der Software das Programm sofort abgeschaltet, so dass der Prüfling nicht zerstört wird. Mit Hilfe von Unterprogrammen lässt sich der tatsächliche Fehler erkennen, einkreisen und beseitigen. Wurde die Stromaufnahme geprüft, werden die Eingangsparameter gesetzt. Dazu gehören Spannungen, Ströme, Frequenzen, Widerstände, Signale, Pulse, seriell oder parallel oder Kurzschlüsse und Unterbrechungen der Eingangssignale.
Befindet sich ein Auto-Reset auf dem Prüfling, werden die entsprechenden Ausgänge, die bereits für den Incircuit-Test verdrahtet wurden, ebenfalls zur Auswertung der Funktionssignale in Spannung, Strom, Frequenz, Impuls, seriell oder parallelen Daten gesetzt. Diese Vorgaben sind allgemein durch den Entwickler gegeben, die der Funktionstest dann nur misst und bestätigt.
Der Test von LEDs erkennt Farbe und Helligkeit
Die Testsysteme von Reinhardt werden für eine Typenvielfalt von 50 bis zu 500 verschiedene Typen genutzt und decken so die Aufgabenstellung bei der Qualitätskontrolle in Elektronikfirmen ab. Darüber hinaus ist es möglich, LEDs in Farbe und Helligkeit zu erkennen und mit Lichtleitern, die mit eigenen Farbsensoren versehen sind, die Helligkeit und Farbtemperatur einer jeglichen Diode zu erkennen und abzumessen. Außerdem bieten die Testsysteme die Möglichkeit, beliebige Schriften, Zahlen und Piktogramme anzuzeigen, zu überprüfen und Zahlen in numerische Werte umzuwandeln, um vollautomatisch Panelmeter und Funktionsanzeigen mit der notwendigen Steuerung aus dem Funktionsbereich zu überprüfen.
Die Software wurde selbst entwickelt und basiert auf C++. Sie bietet eine komplette Windows-Oberfläche, um Parameter, Bilder, Schaltpläne oder Bestückungspläne einzutragen. Eine Reihe von automatischen Programmgeneratoren für die Stücklisten (BOM Bills of Material) und die Umsetzung dieser Stücklisten in die Software soll helfen, umfangreiche Programme vollautomatisch zu erstellen.
Die Adapterkonzepte und die mitgelieferte Software erlauben es, die Adaptererstellung vorzubereiten, um dann in 2 bis 3 Stunden den Adapter zu erstellen und die Stifte zu setzen. Bei den Adaptern kann zu 95% frei verdrahtet werden. Jeder Pin kann an einen freien Teststift gewrappt werden. Eine gezielte Verdrahtung ist nur bei der Spannungsversorgung, bei den Massen und den Eingangssignalen notwendig.
Ein Punkt sollte noch bedacht werden: Die Stimuli- und Messmodule wurden mehrfach verbessert, so dass beispielsweise ein standardmäßiger Transientenrecorder (Digitaloszilloskop mit automatisch erstellter Hüllkurve und einer Justierung der Hüllkurve für individuelle Kurvenformauswertung) oder Fourieranalyse und Klirrfaktormessung vorhanden sind.
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