Nickel-Germanium-dotierte Lote FELDER zählt über 300 Neukunden für bleifreies Ni-Ge-Lot
Im Oktober vergangenen Jahres hat die FELDER GmbH in Oberhausen ihre Nickel-Germanium-Elektroniklote nach Fuji-Patent DE 19816671C2 im Markt eingeführt. Zunächst wurde mit der Legierung
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Im Oktober vergangenen Jahres hat die FELDER GmbH in Oberhausen ihre Nickel-Germanium-Elektroniklote nach Fuji-Patent DE 19816671C2 im Markt eingeführt. Zunächst wurde mit der Legierung Sn100Ni+ — Sn99,3Cu0,7NiGe begonnen. Inzwischen zählt der Spezialist für Löttechnik über 300 Anwender der bleifreien Lötlegierung, deren positive Eigenschaften vorrangig die niedrige Kupferablegierungsrate und besonders guten Benetzungseigenschaften sind.
„Die Vorteile der Nickel-Germanium-dotierten Lote sind in allen Anwendungsgruppen vom Wellenlöten über das Handlöten mit flussmittelgefüllten Lötdrähten bis hin zum SMD-Löten mit der neuen SMD-Lotpaste ‚DELTA 5’ so gravierend, dass unseren Kunden eine Umstellung extrem leicht gemacht wird“, versichert Frank Schröer, Geschäftsführer bei FELDER Löttechnik.
Die Dotierung reduziert die Oberflächenspannung des Lotes und die Krätzebildung um weitere 50 bis 70%. Ein weiterer Vorteil der Nickel-Germanium-dotierten Lote sind verbesserte Dehnungswerte der Lötstelle um rd. 10%. Bereits im Anlieferungszustand weist Germanium-dotiertes Lot wesentlich weniger Oberflächenoxide als herkömmliche Lote auf.
Hinzu kommen glänzende Lötstellen, verbesserte Benetzungseigenschaften des Lotes, geringere Lötspitzenabnutzungen, bessere Ausbreitungswerte, die Vermeidung von Schrumpfungsrissen sowie reduzierte Ablegierung von Kupfer und Eisen an Lötbadtiegel und Lötspitzen.

Zur SMT 2006 wurde das Programm um silberhaltige Legierungen erweitert. Durch die Zugabe von Silber in der Größenordnung von 0,3 bis 1,2% lässt sich die Wellenlöttemperatur um bis zu 10 °C reduzieren und ein optimales Benetzungsverhalten erzielen. „Jetzt lassen sich auch kritische Leiterplatten mit großen Bauteilen problemlos bei niedrigen Temperaturen löten“, versichert Frank Schröer, Geschäftsführer der FELDER GmbH. Erfahrungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Stickstoffhauben über der Lötwelle bei diesen neuen Loten nicht mehr erforderlich ist. Der Grund ist die besondere Kombination der Legierung mit Nickel und Germanium. Zudem verwenden bereits Leiterplattenproduzenten Nickel-Germanium-Lote für die Heißluftverzinnung.
Die 1979 gegründete FELDER GmbH gehört zu den führenden Herstellern von Loten, Lotpasten und Flussmitteln in Europa. In Oberhausen produziert das Unternehmen hochwertige Elektroniklote, Lötdrähte, SMD-Lotpasten und Flussmittel für die Leiterplattenfertigung, Baugruppenfertigung, Kabelkonfektionierung sowie den Trafobau für Elektronikproduzenten in Europa. Zudem verfügt das Unternehmen über alle Genehmigungen, metallische Rückstände wie Krätzen und Aschen zurückzunehmen und zu recyceln.
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