Cloud-Konzept in der Produktion Fassaden-Element aus OLEDs und organischen Solarzellen
Ein Fassaden-Element aus organischen Leuchtdioden und organischen Solarzellen haben Projektpartner innerhalb des ManuCloud-Projektes entwickelt. Beide Technologien versprechen in den nächsten Jahren wachsende Umsatzzahlen. Hergestellt wird das Element auf Basis eines vernetzten Herstellungsnetzwerks.
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Die Fertigung von individuell gestalteten Organischen Leuchtdioden und Solarzellen sowie deren Kombination ist in greifbare Nähe gerückt. Nach 3-jähriger Laufzeit ist das von der EU-geförderte Projekt ManuCloud (Distributed Cloud Product Specification and Supply Chain Manufacturing Execution Infrastructure) nun erfolgreich abgeschlossen worden. Als Ergebnis haben die Projektpartner Heliatek, Fraunhofer COMEDD, Tridonic Dresden sowie GSS Gebäude-Solarsysteme einen Demonstrator eines Fassaden-Moduls vorgestellt, bei dem die OLED- und OPV-Technologie kombiniert zum Einsatz gebracht wurde.
Es wurden zwei zukunftsträchtige Technologien ausgewählt, um den Anwendungszusammenhang für das ManuCloud-Konzept zu demonstrieren: die organische Photovoltaik (OPV) und die organische LED-Technologie (OLED). Jede dieser Technologien wird durch spezifische Marktanforderungen getrieben. Beide Märkte befinden sich momentan noch in einem frühen Stadium. Jedoch sagt die Marktforschung schon in den nächsten Jahren einen Milliarden-Dollar-Markt für diese Produkte voraus.
Zu den Eigenschaften von großflächigen Leuchtflächen und organischen Solarzellen gehören regulierbare Farben, Transparenz und eine dünne und leichtgewichtige Struktur. Dank dieser Eigenschaften können mit der OLAE-Technologie (organische und großflächige Elektronik) neue Anwendungen mit einem erheblichen Anteil an kundenspezifischen Lösungen hervorrufen werden. Durch das Projekt ManuCloud wurde eine Cloud-Infrastruktur für die Produktion von kundenspezifischen Lösungen im Bereich der organischen Beleuchtung und Solarzellen aufgebaut und evaluiert.
Clevere IT-Umgebung vernetzt die Produktion
Ziel des ManuCloud-Projektes war die Entwicklung einer serviceorientierten IT-Umgebung als Grundlage für fortgeschrittene Herstellungsnetzwerke, in denen eine fertigungsnahe zwischenbetriebliche Vernetzung ermöglicht wird. Für die Industrie relevant wurde das Thema, als Industriepartner aus der organischen Photovoltaik, der organischen Beleuchtung und der Automobil-Zulieferindustrie hinzugezogen worden sind.
Der Übergang von der Massenproduktion zur individuellen, kundenspezifischen und wirtschaftlich effizienten Herstellung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der verarbeitenden Industrie in Europa von großer Bedeutung. Dabei sollen flexible IT-Systeme helfen, welche die Anpassungsfähigkeit der Produktionsnetzwerke einerseits und der Fertigungsanlagen und des Prozessabläufe andererseits unterstützen.
Fassaden-Element aus OLED und organische PV
In Zusammenarbeit mit den anderen Partnern definierte Tridonic Dresden verschiedene Anwendungsszenarien. Diese stammen aus Gesprächen mit potenziellen Kunden aus dem Produktionsbereich. Ein aus OLED und organische PV bestehendes Fassaden-Element wurde als ein interessantes Szenario bewertet.
Die Gestaltung des Fassadenelements und der Aufbau des Laminationsprozesses inklusive der Konfiguration und der Versuchsreihen wurden von Tridonic Dresden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer COMEDD, Heliatek und GSS Gebäude-Solarsysteme umgesetzt. Dabei haben die Partner einen Prozess entwickelt, um die temperatur- und druckempfindlichen OLED- und OPV-Bauelemente auf Glas zu integrieren und damit ein aktives Glas-Laminat zu schaffen.
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