Automatisierter Brauprozess Familienvater braut sein eigenes Bier mit LabVIEW

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Selbst Bier brauen ist nicht ganz alltäglich: Ben Black vereint sein Hobby und die Ingenieurskunst, um sein eigenes Bier zu brauen. Dazu nutzt er Hard- und Software von National Instruments.

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Braut in seiner Garage sein eigenes Bier: Ben Black vereint Hobby und Ingenieurskunst
Braut in seiner Garage sein eigenes Bier: Ben Black vereint Hobby und Ingenieurskunst
(National Instruments)

Mit LabVIEW von National Instruments lässt sich der Teilchenbeschleuniger des CERN steuern oder ein Roboter in der ingenieurstechnischen Ausbildung. Etwas ungewöhnlich scheint dabei die Idee des Amerikaners Ben Black. Er selbst bezeichnet sich als begeisteter Hobbybrauer und ist außerdem Systemingenieur bei NI. Beide Leidenschaften hat nun vereint.

Auf der diesjährigen NIWeek 2012 hat er ein automatisiertes Brausystem vorgestellt. Dabei schildert er, welche Ähnichkeiten ein Braubereich mit einem Stahlwerk hat und warum die Automatisierung eines Hobbys der Schlüssel zum Glück sein kann.

Automatisch und ohne viel Aufwand: Dank der Hard- und Software kann er den Brauprozess sogar vom Sofa aus steuern
Automatisch und ohne viel Aufwand: Dank der Hard- und Software kann er den Brauprozess sogar vom Sofa aus steuern
(National Instruments)
Der Grund, warum sich Black für das System entschieden hat, war seine schwangere Frau. Entweder musste er sein Hobby einstellen oder es effizienter gestalten. So entschied er sich für die Automatisierung des Brauprozesses. Er wollte ein Temperaturregelsystem für einen elektrischen Räucherofen und eine Bierzapfanlage bauen und begann mit dem Mikrocontroller und der Leiterplatte. Ähnlich wollte er auch bei dem Brausystem vorgehen - doch man empfahl ihm Hardware von NI.

Automatisierter Brauprozess und die Qualität des Bieres

LabVIEW ermöglichte es ihm, die Hardware problemlos zusammenzuführen. Dabei bediente er sich verschiedener Module der C-Serie, um die I/O-Anforderungen zu erfüllen. Benötigte er eine andere Funktion, konnte er einfach ein anderes Modul einsetzen. Er profitierte davon, einsatzfertige Produkte nutzen zu können, ohne Zeit für Leiterplatten verschwenden zu müssen.

Ebenfalls hilfreich war der Einsatz von Webdiensten. So konnte er die Temperatur des Biersuds vom Sofa aus einsehen. Welche Vorteile ergaben ein automatisierter Brauprozess noch? Die Sicherheit wird deutlich erhöht. So kann der Prozess unbeobachtet erfolgen, ohne dass gleich alles in die Luft fliegt. Der Prozess lässt sich anhalten und später weitermachen.

Und auch auf die Qualität soll sich der automatisierte Brauprozess ebenfalls ausgewirkt haben: Nach Blacks Worten war das Bier bisher etwas dickflüssiger. Black hat auf der NIWeek ein anderes Modell verwendet, als er es privat tut. Es wurden andere Pumpen und Ventile verwendet; dabei musste eine ständig laufen, was nicht normal ist. Am schwierigsten war wahrscheinlich, die Demo innerhalb des stark komprimierten Zeitrahmens fertigzustellen. Sie stieß nach seinen Worten allerdings auf großes Interesse.

Lesen Sie hier das ausführliche Interview mit Ben Black bei National Instruments

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