Digitale Resilienz & Cybersecurity EU-Zertifizierung: Infineon hat das erste EUCC-Zertifikat vom BSI erhalten

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Das EU Cybersecurity Certification Scheme on Common Criteria (EUCC) ist das erste EU-weit einheitliche Zertifizierungsschema für Cybersicherheit von IT-Produkten, das im Rahmen des Cybersecurity Acts eingeführt wurde. Infineon hat im Januar 2026 das erste EUCC-Zertifikat vom BSI erhalten.

Von links nach rechts: Sandro Amendola (Leiter der Abteilung "Standardisierung, Zertifizierung und Prüfung" im BSI); Sarah Linder (BSI), Thomas Caspers (BSI-Vizepräsident), Thomas Rosteck (Chief Security Advisor Infineon Technologies AG), Sebastien Colle (Infineon).(Bild:  BSI)
Von links nach rechts: Sandro Amendola (Leiter der Abteilung "Standardisierung, Zertifizierung und Prüfung" im BSI); Sarah Linder (BSI), Thomas Caspers (BSI-Vizepräsident), Thomas Rosteck (Chief Security Advisor Infineon Technologies AG), Sebastien Colle (Infineon).
(Bild: BSI)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 13. Januar 2026 das erste EU-weit gültige Cybersecurity-Zertifikat für IT-Produkte nach dem neuen EU Cybersecurity Certification Scheme on Common Criteria (EUCC) vergeben. Das EUCC-Schema ist Teil des europäischen Cybersecurity Acts und soll einheitliche Sicherheitsstandards für IT-Produkte in der gesamten EU sicherstellen.

Mit dem EUCC-Zertifikat wird belegt, dass ein Produkt nach definierten, internationalen Kriterien geprüft wurde und bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllt. Entscheidend ist dabei, dass diese Zertifizierung in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt wird – ein großer Schritt hin zu einer gemeinsamen Grundlage für Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit im digitalen Binnenmarkt. Übergeben wurde dieses Zertifikat an Thomas Rosteck, Chief Security Advisor bei Infineon Technologies.

Security-Controller zertifiziert

Konkret zertifiziert wurde eine Familie von Security-Controllern von Infineon, die als Smartcard-Controller für besonders sicherheitskritische Anwendungen ausgelegt sind. Dazu zählen unter anderem elektronische Ausweisdokumente, Bezahlkarten, Zugangssysteme und andere Identitäts- und Sicherheitslösungen. Damit liegt erstmals ein nach EUCC zertifiziertes Hardware-Sicherheitsprodukt vor, das Herstellern und Anwendern eine europaweit einheitliche und belastbare Sicherheitsbewertung für den Einsatz in sensiblen Infrastrukturen ermöglicht.

Die EUCC-Zertifizierung setzt auf dem international etablierten Common Criteria-Ansatz auf (ISO/IEC 15408) und bringt damit eine höhere Transparenz und Vergleichbarkeit in der Bewertung der Sicherheit von IT-Produkten. Durch die EUCC können Hersteller ihre Produkte künftig einheitlich und ohne separate nationalstaatliche Prüfverfahren in der EU in Verkehr bringen. Für Anwender, Unternehmen und Behörden bedeutet ein EUCC-Zertifikat eine verlässliche Orientierung: Sicherheitsprüfungen werden unabhängig durchgeführt, nachvollziehbar dokumentiert und europaweit anerkannt. (sb)

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