Anbieter zum Thema
Welchen Trend sehen Sie aktuell, und wie reagieren Sie darauf?
Die Verzahnung von Halbleitern und Software wird immer enger. Früher wurde erst die Hardware entwickelt. War diese abgeschlossen, wurde die Software in Angriff genommen. Dies hat sich komplett gewandelt.
Wenn wir heute beim Kunden über Mikrocontroller sprechen, ist vielfach der Leiter der Software anwesend, nicht aber sein Hardware-Kollege. Die Hardware wird heute vielfach an die Anforderungen der Software angepasst. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Security.
Bisher zählte Software-Wissen nicht zur Kernkompetenz von EBV. Doch wir sehen, dass die Entwicklung in Richtung Software geht. Deshalb schulen wir unsere Mitarbeiter nicht mehr nur intensiv in puncto Hardware, sondern investieren auch erheblich in Software-Knowhow.
Zudem haben bereits Mitarbeiter eingestellt, die aus der Software-Welt kommen. Um unsere Kunden auch in puncto Software optimal unterstützen zu können, arbeiten wir – wie bereits bei der Hardware auch – eng mit den Herstellern und Partnerunternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen. EBV-Partner sind beispielsweise verschiedene Fraunhofer-Institute wie das Fraunhofer AISEC in Garching, das sich mit Security beschäftigt.
Sehen Sie weitere Entwicklungen, für die sich ein Engagement lohnt?
Da gibt es einiges. So unterstützen wir seit zwei Jahren Start-ups. Das Crowdfunding klappt meist noch. Doch innovative Ideen reichen nicht aus, um ein Produkt zu realisieren und es erfolgreich auf den Markt zu bringen. Wir haben hierfür ein eigenes Salesteam, das sich um die Start-ups kümmert. Denn die Kommunikation ist eine andere, auch die Events unterscheiden sich von gängiger Unternehmenskultur.
Wer hier erfolgreich sein will und echte Perlen finden möchte, muss deren Sprache sprechen. Ein erfolgreiches Start-up ist etwa Bragi mit seinem In-Ear-Kopfhörer Dash. Doch Dash ist dank zahlreicher Sensoren mehr als ein Wearable oder ein Fitnesstracker. Dash ist ein Ohrcomputer.
Neben Start-ups sehen wir aber auch ein immenses Potenzial bei den Elektroniknewcomern. Hierbei handelt es sich um Unternehmen wie Einrichtungshäuser, die bereits im Markt etabliert sind, sich jetzt aber auch mit Elektronik auseinandersetzen müssen.
Etwa mit Lichtlösungen, kabelloser Vernetzung, Smart Home, etc. Auch diesen Unternehmen bieten wir Beratung und passende Lösungen an. Neben all dem neuen Engagement treiben wir natürlich auch unsere langjährig bewährten Produkte und Aktivitäten voran.
Nennen Sie bitte Beispiele.
Dazu zählen etwa unsere Referenzdesigns und die EBVchips, die wir gemeinsam mit Kunden und Herstellern entwickeln. Erfolgreiche Produkte sind etwa Hermes im Metering-Bereich und Epona im Automotive-Sektor. Die jüngsten EBVchips sind die Wireless-Module Maia und Vesta – und vier weitere EBVchips wollen wir dieses Jahr noch präsentieren.
Vorantreiben werden wir auch die IoT-Kampagnen, Schulungen unserer Mitarbeiter, Seminare für Kunden, unser Lichtlabor und natürlich auch unsere Umweltaktivitäten und soziale Projekte, um nur einige Beispiele unserer Aktivitäten zu nennen.
Welche Ziele haben Sie?
Es ist leichter, Nummer 1 zu werden als Nummer 1 zu bleiben. Wir wollen unsere Marktführerschaft ausbauen. Doch Größe allein ist zweitrangig. Unser Ziel ist es, von unseren Kunden weiterhin als Preferred Partner gesehen zu werden.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:44023276)