Enel Sole Erste Straßenlampen in Italien auf LEDs umgerüstet

Redakteur: Andreas Mühlbauer

Der halbstaatliche Energiekonzern Enel hat über die Tochtergesellschaft Enel Sole eine auf LED-Technik beruhende Baureihe von Straßenbeleuchtungen auf den Markt gebracht. Die ersten 400 Laternen werden als Pilotprojekt in den oberitalienischen Kleinstädten Lodi, Piacenza und Alessandria montiert.

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Es handelt sich um einen zusammen mit dem italienischen Lampenhersteller i-Guzzini entwickelten Leuchtkörper, der in drei verschiedenen Ausführungen zur Verfügung steht: 84 LEDs mit einer Gesamtleistung von rund 100 W, 59 LEDs mit 70 W und 39 LEDs mit 55 W.

„Im Vergleich zu den bei Kommunalbeleuchtungen üblichen Technologien auf Natriumdampf- und Quecksilberdampfbasis wird eine Stromeinsparung von 40 beziehungsweise 60% erzielt“, bestätigt Enel-Infrastrukturdirektor Livio Gallo. Zudem orientieren sich die Lampen je nach Verkehrsaufkommen automatisch in Richtung Straße und emittieren an den Kreuzungen mehr Licht als an anderen Stellen.

Bis zu 3 Mrd. kWh Energieeinsparung in Italien möglich

Im Verlaufe dieses und des kommenden Jahres sollen landesweit insgesamt 40.000 Straßenlaternen mit LED-Technik installiert werden. Mit den ersten 400 Exemplaren wird eine Senkung des CO2-Ausstoßes um jährlich 45 t erzielt. „Würden alle italienischen Gemeinden damit ausgestattet, würde dies eine Stromeinsparung von 3 Mrd. kWh und eine Minderbelastung von 1,5 Mio. t CO2 im Jahr bewirken“, bestätigt Gallo. Dies entspreche der Leistung eines Wärmekraftwerkes mit einer Kapazität von 700 bis 800 MW.

Vorteile ergäben sich auch aus wirtschaftlicher Sicht. Während die Herstellungskosten nur 15 bis 20% über der konventionellen Technik lägen, betrage die durchschnittliche Lebensdauer mit zehn bis zwölf Jahren mehr als das Doppelte. Livio Gallo geht deshalb davon aus, dass die LED-Straßenbeleuchtung aus Italien auch im Ausland gute Absatzchancen habe. Spezielle Ausführungen stünden auch zur Ausleuchtung historischer Bauwerke und Sehenswürdigkeiten bereit.

Quelle: pressetext

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