Software für Fernoperationen Eine Knieoperation mit Roboter aus über 2.000 km Entfernung

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Für eine erfolgreiche Knieoperation mit einem Roboter über eine Entfernung von mehr als 2.000 km ist eine zuverlässige Datenübertragung mit geringer Latenz erforderlich. Es wird eine Software eingesetzt, die einen verteilten, sicheren und zuverlässigen Datenfluss ermöglicht.

Verteilte, sichere und zuverlässige Knieoperation mit einem Roboter. Die Experten steuerten den Roboter von New York aus ins 2.000 km entfernte Austin.(Bild:  RTI)
Verteilte, sichere und zuverlässige Knieoperation mit einem Roboter. Die Experten steuerten den Roboter von New York aus ins 2.000 km entfernte Austin.
(Bild: RTI)

Echtzeit-Konnektivität während einer vollständig ferngesteuerten, simulierten Roboteroperation war eine Anforderung von Monogram Orthopaedics. Das Unternehmen hat kürzlich die weltweit erste vollständig ferngesteuerte, robotergestützte Knie-TEP an einem Kadaver durchgeführt. Dabei steuerten Chirurgen in New York City einen orthopädischen Roboter in Austin, Texas.

Monogram entschied sich für eine Software, die eine zuverlässige Kommunikation mit geringer Latenz für die Telechirurgie bietet und gleichzeitig hochpräzise und zeitsparende Eingriffe ermöglicht. Die Wahl fiel auf RTI Connext Anywhere des Softwarespezialisten Real-Time Innovations (RTI).

Verteilter und sicherer Datenfluss

Für eine technisch anspruchsvolle Teleoperation benötigte Monogram eine flexible Software, die einen verteilten, sicheren und zuverlässigen Datenfluss ermöglicht. Connext Anywhere basiert auf dem Data-Distribution-Service- (DDS-)Standard, beschleunigt die Entwicklung vernetzter Plattformen und bietet eine Reihe von zuverlässigen Funktionen, um den Echtzeit-Datenfluss über intermittierende Netzwerke zu optimieren und zu priorisieren.

„Eine Gelenkersatzoperation ist unglaublich invasiv und belastend und wird auch heute noch weitgehend manuell durchgeführt. Jedes Jahr scheitern 100.000 Kniegelenkersatzoperationen“, sagt Kamran Shamaei, CTO von Monogram Orthopaedics. „Wir sind fest davon überzeugt, dass unser System für den Knie-Totalersatz mit der zugrundeliegenden Technologie von RTI dazu beitragen wird, diese Zahl drastisch zu reduzieren. Denn es ermöglicht den Patienten eine stabilere, besser sitzende Knieprothese mit weniger Komplikationen in einem Bruchteil der heute benötigten Zeit“.

Weniger Konfiguration ist notwendig

Der Cloud Discovery Service der Connext Anywhere Software reduziert den Konfigurationsaufwand und verbessert gleichzeitig die Skalierbarkeit des Systems. Monogram-Anwendungen können sich dynamisch in Netzwerken erkennen und eine effiziente Peer-to-Peer-Kommunikation aufbauen. Darüber hinaus kann die Datennutzung in großen verteilten chirurgischen Systemen visualisiert werden. Systementwickler werden in die Lage versetzt, das Verhalten während des Testens und des Einsatzes besser zu beobachten und Konfigurations- oder Netzwerkprobleme schneller zu erkennen.

„Um Teleoperationen zu ermöglichen, ist eine zuverlässige, latenzarme und sichere Kommunikation über Mobilfunk- und WAN-Netze erforderlich", erklärt Darren Porras, Market Development Manager, Medical bei RTI abschließend.

(ID:49645449)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung