Automatica 2025 Epson präsentiert ersten Reinraum-Cobot und Direct-to-Shape-Druck

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Epson steigt auf der Automatica 2025 mit einem industriellen Leichtbau-Cobot in den Wachstumsmarkt ein und zeigt, wie sich Druck- und Robotertechnik kombinieren lassen.

Epsons Neuheiten auf der Automatica 2025: Cobot mit ISO-5-Reinraumzertifizierung.(Bild:  Manuel Christa)
Epsons Neuheiten auf der Automatica 2025: Cobot mit ISO-5-Reinraumzertifizierung.
(Bild: Manuel Christa)

Der neue Cobot ist nicht nur Epsons erster, sondern auch der erste, der sich für den Reinraum eignet. Der AX6-A901S ist nach ISO 14644-1 Klasse 5 und IP54 zertifiziert. Sein glattes Gehäusedesign ohne Schraubenlöcher oder scharfe Kanten reduziert Staubablagerungen und minimiert das Kontaminationsrisiko im Reinraumeinsatz. Damit eignet sich der Roboter für alle Anwendungen, bei denen Hygiene oberste Priorität hat, etwa im ersten Projekt mit dem Unternehmen Heitec, bei dem der Roboter auf einer mobilen Plattform in sterilen Produktionsräumen zur Probenentnahme eingesetzt wird.

Mehr Last, mehr Offenheit: Epsons nächste Schwerlast-Robotergeneration

Neben dem neuen Cobot präsentierte Epson auf der Automatica 2025 auch einen Schwerlast-Scara-Roboter, der bis zu 50 kg tragen kann. Dieser zeichnet sich ebenfalls durch ein günstiges Verhältnis von Eigengewicht (76 kg) zu Traglast aus. Zielmärkte hierfür sind insbesondere die Batterieproduktion und die Herstellung von Elektromotoren für Fahrzeuge. Die Konstruktion mit seitlichen Supportstreben soll Vibrationen im Betrieb minimieren.

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Darüber hinaus stellte Epson die aktualisierte SCARA-Roboterreihe GX-C mit Nutzlasten bis 20 kg vor. Diese Maschinen sind für präzise Leichtbauanwendungen konzipiert und arbeiten mit dem neuen RC800-Controller sowie der RC8-Software. Diese unterstützt nun auch die Programmiersprache Python, was ein Vorteil für Forschungsteams und schnelle Integrationen in bestehende Systeme sein kann.

Integration von Robotik und Drucktechnologie

Epson wollte auf der Automatica 2025 ein integriertes System zeigen, ein integriertes System aus Sechsachs-Roboter und dem PrecisionCore-Druckkopf S800 für den Direct-to-Shape-Druck auf dreidimensionalen Objekten. Aufgrund eines Transportschadens gab es das Exponat leider nicht.

Diese Technologie erlaubt beispielsweise, betriebliche Kennzeichnungen direkt auf komplex geformte Oberflächen zu drucken – partikelfrei, ressourcenschonend und ohne Lösemittel. Die Kombination aus robotischer Flexibilität und präziser Inkjet-Technologie reduziert Abfälle und ermöglicht auch Kleinserien.

Der S800, Epsons bislang schmalster PrecisionCore-Druckkopf, erlaubt durch seine kompakte Bauweise und die eng gesetzten Düsenreihen präzises Drucken auf gekrümmten und unregelmäßigen Oberflächen. Durch die Bewegung in Z-Richtung folgt der Druckkopf exakt der Höhenkontur der Oberfläche und sorgt so für durchgehend gleichbleibende Qualität mit bis zu 600 x 600 dpi.

Die Lösung ist mit bis zu fünf Tintenfarben nutzbar und unterstützt auch kundenspezifische Rezepturen. Im Industry Solutions Center von Epson in Meerbusch wird das System ab Juli 2025 für Testanwendungen bereitstehen. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern neue Einsatzmöglichkeiten in der Kleinserienfertigung zu erschließen.

„Das bietet sich an, weil wir beides gut können“, sagte Volker Spanier, Head of Manufacturing Solutions bei Epson zur Verbindung von Druck- und Robotertechnik. Nach Angaben des Unternehmens werden mit dem System bereits Gehäuse der T-Serie direkt mit Warnsymbolen bedruckt. (mc)

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