Entwicklungsgeschichte eines medizinischen Produkts: Teil 2 – Display und Gehäuse

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Diagnostisches Werkzeug: Das Gerät besteht aus dem Hauptgerät mit Ventilator, einer Bedieneinheit mit 18,5 Zoll und Fahrwagen.(Bild:  Data Modul)
Diagnostisches Werkzeug: Das Gerät besteht aus dem Hauptgerät mit Ventilator, einer Bedieneinheit mit 18,5 Zoll und Fahrwagen.
(Bild: Data Modul)

Der verwendete PCAP-Sensor wird im LOCA- (Liquid-Optical-Adhesive-) Verfahren auf die Glasrückseite laminiert. Durch das Verfüllen bzw. Verkleben des Touchsensors mit dem Frontglas wird der sonst auftretende Luftspalt eliminiert. Durch diesen Vorgang konnten die optischen Eigenschaften des Monitors weiter verbessert und die Funktionsweise des PCAP-Sensors hinter dem Glas optimiert werden. Im medizinischen Umfeld sind die Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit sehr hoch. Aus diesem Grund hat sich Data Modul für ein Design mit einem innenliegenden Chassis aus Aluminium entschieden, das das Ab- und Einstrahlverhalten essentiell verbessert.

Ein spezielles Material für die Lichtleiter

Ein Lichtleiter mit einer halbtransparenten Oberfläche und einer spezifischen Oberflächenrauigkeit wurde in den Frontrahmen integriert. Das führt dazu, dass die darunter platzierten LEDs nicht einzeln zu sehen sind, sondern ein gleichmäßig über die Fläche gestreutes Licht wahrgenommen wird. Für den Lichtleiter wird dazu ein spezielles Material von Data Modul verwendet.

Zudem wurden Lautsprecher direkt in das Gehäuse integriert. In den oberen Ecken hinter dem Lichtleiter befinden sich die LED-Platinen mit Lichtsensoren. Das Embedded Carrierboard ist in das Metall Chassis integriert und durch eine passive Filterschaltung unempfindlich gegen Störsignale. Auch der Touchcontroller befindet sich innerhalb des Metall Chassis. Das kundenspezifische Carrierboard wurde entsprechend der Anforderungen an die Gehäusetiefe so flach wie möglich entwickelt.

Die Rückschale ist ein Kompaktkunststoff-Spritzgussteil aus ABS-Kunststoff, die Abdichtung entspricht der Schutzart IP54. Außerdem ist die Rückschale nur verschraubt. Die Integration des Anschlussfeldes, Lage und Art der Stecker sowie die Lackierung wurde passend zu Coverglas nach Absprache mit Salvia und den zuständigen Produktdesignern ausgeführt. Für die Rückschale wurde ein spezielles Lackierungsverfahren angewandt, welches auf Langlebigkeit und Farbtreue ausgelegt ist.

Lesen Sie hier den ersten Teil

* Thomas Wolfmüller ist Produkt Marketing Manager bei Data Modul am Standort in Weikersheim.

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