FPGA Entwicklung von schnellen Applikationen mit SDSoC und Zynq

Prof. Dr. Ing. Ralf Gessler, Jochen Krause und Dirk Schmitz *

Anbieter zum Thema

In der Automatisation sind hohe Datenraten und leistungsstarke Kommunkationsschnittstellen entscheidend. Mit den richtigen Entwicklungstools bieten hier SoC-FPGAs große Vorteile beim Produktdesign.

Entwicklungsumgebung: Das SDSoC Design Environment für SoCs und MPSoCs von Xilinx ermöglicht den Entwicklern von Embedded-Software den Einsatz der "all programmable" Hard- und Software-Bausteine. (Bild:  Xilinx)
Entwicklungsumgebung: Das SDSoC Design Environment für SoCs und MPSoCs von Xilinx ermöglicht den Entwicklern von Embedded-Software den Einsatz der "all programmable" Hard- und Software-Bausteine.
(Bild: Xilinx)

In der modernen Automatisierungstechnik ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit (Datenrate) bei wachsenden Vernetzung und Kommunikation (etwa im Falle von Industrie 4.0 bzw dem Internet of Things [1]) ein entscheidender Schlüsselfaktor. Schnelle Produktionsprozesse, wie Signal-/Bildverarbeitung, Regelung, Robotik oder Kommunikation, weisen Reaktionszeiten im Millisekunden-Bereich auf. Typische Anwendungsgebiete in der Automatisierungstechnik sind beim Abfüllen, Verschließen und Verpacken von Pharma-, Kosmetik- und Konsumentenprodukte. Auch der wachsende Markt „Life Science“ – Medizin- Pharma- und Biotechnik – wird immer mehr von der Automatisation erobert [2].

Bildergalerie

Durch den schnellen Entwicklungsprozess mit SDSoC und der Zynq-Familie können hohe Datenrate sowie kundenspezifische Implementierungen von Peripherie (Kommunikationsschnittstellen) realisiert werden. Dies ist entscheidend für zukünftige hoch performante und flexible kundenspezifische Anlagen in der Automatisierungstechnik.

Die Zynq-Familie basiert auf einer 28 nm SoC (System-on-Chip)- und einer 16 nm MPSoC (Multiprocessor-SoC)-Architektur. Weiterführend wird nur die SoC-Architektur betrachtet.

Ein Überblick über die Zynq-Familie und das Tool SDSoC

Die Zynq SoC-Architektur integriert ein Dual-Core-ARM Cortex-A9 Prozessorsystem (PS) und eine programmierbare Logik-Einheit (PL) auf einem Chip. Der ARM-basierte PS-Teil ermöglicht den Zugang zu einer Vielzahl von Werkzeugen von Drittanbietern und IP. Die Kommunikation zwischen PS- und PL-Teil erfolgt in hoher Bandbreite mittels der ARM AMBA AXI-Schnittstelle. Die Taktfrequenz des Dual-Cores beträgt bis zu 1 GHz und ermöglicht den Einsatz eines Betriebssystems (OS), wie z. B. Linux. Das OS mit GUI kann als Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Benutzerführung eingesetzt werden. Der PS-Anteil verfügt über zahlreiche Kommunikationsschnittstellen, wie je zwei Ethernet-, USB-, CAN-, SPI-, UART-, I2C-Anschlüsse und zahlreiche digitale Ein- und Ausgänge.

Der Vorteil der programmierbaren Logik (PL-Teil) liegt in der massiven Parallelverarbeitung (CIS; Computing-In-Space) und der damit verbundenen hohen Datenrate. Außerdem verfügt dieser über zahlreiche DSP-Funktionalität, wie DSP- und RAM-Blöcke, bis zu 16 serielle Transceiver mit einer Datenrate von bis zu 12,5 GBit/s und zwei 12 Bit Analog-/Digitalwandler. Die hybride Architektur aus CPU und Logik erlaubt die Implementierung einer kundenspezifischen Software-Lösung im PS-Teil und konfigurierbaren Logik im PL-Teil. Hierbei werden die Vorteile aus „beiden Welten“ (Mikroprozessor- und Schaltungstechnik) in Form eines Hardware-Software-Codesigns [3] genutzt.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:44023256)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung