Hochfrequenztechnik

Entwicklung und Herstellung von Hochfrequenz-Leiterplatten

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Leiterplattenmaterial richtet sich nach dem Frequenzbereich

Welches Basismaterial verwendet werden kann oder verwendet werden muss, hängt unter anderem vom Frequenzbereich ab, in dem die Schaltung betrieben wird. Reicht einfaches FR4 oder sind spezielle HF-Materialien notwendig?

Da die HF-Eigenschaften von der Frequenz abhängen, sind die Zusammenhänge in relativ komplizierten Formeln beschrieben. Rechenprogramme helfen dabei, bei einigen vorgegebenen Werten (beispielsweise Materialkonstante, Plattendicke, Leiterdicke und dergleichen) die restlichen Werte, zum Beispiel für die Leiterbreite, zu ermitteln.

Diese Größen sind möglichst genau beim Layouten der Leiterplatten zu übernehmen. Ob der Wellenwiderstand auch bei der fertigen Leiterplatte stimmt, liegt in der Verantwortung des Leiterplattenherstellers. Es gehört viel Erfahrung und Know-how dazu, um die Fertigungstoleranzen so klein wie möglich zu halten: ein entscheidender Faktor dafür, ob die notwendigen Werte erreicht werden oder in der Toleranz liegen.

Die Firma Becker & Müller Schaltungsdruck aus Steinach im Schwarzwald beispielsweise hat eigens für impedanzkontrollierte Leiterplatten einen speziellen Messplatz und kann die geforderten Eigenschaften exakt protokollieren.

Ralf Mayr, Managing Director der RF Design aus Lorsch (Hessen), entwickelt Geräte für die HF-Technik. Es sind meist Speziallösungen für nationale und internationale Kunden. Darunter sind namhafte Unternehmen wie das ZDF oder SES-Astra. Für seine Geräte benötigt das Unternehmen hochwertige impedanzkontrollierte Leiterplatten. Deshalb nutzt Ralf Mayr seit langem das Fachwissen von Becker & Müller.

Auf diese Weise hat sich in den letzten zehn Jahren eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit entwickelt. Für Mayr zählt vor allem, „dass das Board nicht einfach nur produziert wird, sondern die Daten vor der Produktion kritisch begutachtet werden“. Sollten sich dabei Auffälligkeiten oder Unstimmigkeiten ergeben, melden sich die Fachleute von Becker & Müller bei den Entwicklern, um sie gemeinsam zu korrigieren.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit ist unabdingbar

Die Entwicklung von komplexen High-Tech Geräten ist heute von einzelnen Bearbeitern im Prozess kaum überschaubar beziehungsweise beherrschbar. Deshalb ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an diesem Herstellungsprozess beteiligten Spezialisten notwendig.

Gerade in der Elektronik ist ein sehr breites und tiefgreifendes Wissen aus den Bereichen Digital- und Analogtechnik, HF- und NF-Technik, Signal- und Leistungselektronik, mechanische und physikalische Materialeigenschaften sowie last but not least dem Wärmemanagement notwendig. Wie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit Früchte trägt, zeigen RF Design und Becker & Müller hier immer wieder eindrucksvoll.

* Volker Feyerabend ist Geschäftsführer beim Beratungshaus APROS in Reutlingen (www.APROS-Consulting.com).

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