Anbieter zum Thema
Der LTC3108 stellt je nach Eingangsspannung einen minimalen Eingangswiderstand (unter Last) zwischen 2 Ω und 10 Ω dar. Bei sinkender Eingangsspannung steigt der Eingangswiderstand, wodurch der LTC3108 zur Optimierung der Energieübertragung aus Quellen mit wenigen Ohm Quellwiderstand dienen kann. Ein geringerer Quellwiderstand ermöglicht immer eine höhere Ausgangsstrombelastbarkeit, da unter Last eine höhere Eingangsspannung möglich ist. Dies erfolgt durch Integration einer einzigartigen festen Vout-Option in eine bewährte Architektur. Der 2,2-V-LDO-Regler speist einen externen Mikroprozessor, während die Hauptausgangsspannung auf einen von vier festen Spannungswerten für die Versorgung des GPS-Empfängers programmiert wird.
Power Manager auf Basis eines MOSFET-Schalters
Der LTC3108 verwaltet auch das Laden und die Regelung von mehreren Ausgängen in einem System, in dem der durchschnittliche Energieverbrauch sehr niedrig ist, aber periodisch punktuell höhere Lastströme benötigt werden, wenn der GPS-Empfänger nach seinem Standort abgefragt wird. Der Power Manager basiert auf einem MOSFET-Schalter, der einen resonanten Step-up-Oszillator aus einem externen Aufwärtswandler und einem kleinen Kopplungskondensator bildet. So können niedrige Eingangsspannungen von lediglich 20 mV ausreichend verstärkt werden, um mehrere geregelte Ausgangsspannungen für die Versorgung weiterer Schaltkreise zu liefern. Die Oszillationsfrequenz wird durch die Induktivität der Sekundärwicklung des Transformators bestimmt und liegt normalerweise im Bereich zwischen 10 und 100 kHz.
Die Ausgangswerte sind frei programmierbar
Die Hauptausgangsspannung an Vout wird aus der VAUX-Energieversorgung gespeist. Sie wird vom Benutzer mithilfe der Spannungswahl-Pins VS1 und VS2 auf einen von vier geregelten Spannungswerten programmiert. Obwohl die logische Schwellenspannung für VS1 und VS2 in der Regel 0,85 V beträgt, ist die Verbindung mit Masse oder VAUX ratsam.
Fällt die Ausgangsspannung leicht unter den Regelwert, während VAUX über 2,5 V liegt, wird der Ladestrom aktiviert. Sobald Vout den erforderlichen Wert erreicht hat, wird der Ladestrom wieder ausgeschaltet. Der interne programmierbare Widerstandsteiler legt den Wert für Vout fest, was externe Widerstände mit extrem hohen Werten überflüssig macht. Dies ist erstrebenswert, da solche Widerstände für Leckverluste anfällig sind und Energie verbrauchen.
Power-Good-Komparator zur Leistungsüberwachung
Der Power-Good-Komparator ist gleichzeitig für die Überwachung der Vout-Spannung erforderlich. Dies ist ein Open-Drain-Ausgang mit einem schwachen Pull-up-Widerstand (1 MΩ) zur LDO-Spannung, der den Wert HIGH ausgibt, sobald Vout auf einen Wert innerhalb von 7,5% seiner Regelspannung geladen wurde. Wenn Vout um mehr als 9% fällt, gibt PGOOD den Wert LOW an den Mikroprozessor aus. Konstruktionsgemäß steuert dieser die Chip-E/A an und keine höhere Stromlast wie eine LED. Das PGOOD-Signal kann auch zur Aktivierung eines ruhenden Mikroprozessors oder eines anderen Schaltkreises genutzt werden, wenn Vout die Einregulierung erreicht.
Der Host kann den Ausgang Vout2 mithilfe des Pins Vout2_EN ein- und ausschalten. Bei Aktivierung ist Vout2 über einen 1,3-Ω-P-Kanal-MOSFET-Schalter mit Vout verbunden. Dieser Ausgang wird von einem Hostprozessor gesteuert und kann zur Versorgung von externen Schaltkreisen, beispielsweise Sensoren oder Verstärkern, genutzt werden, die nicht über einen Energiespar- oder Abschaltmodus verfügen.
Durch Minimieren der Entkopplungskapazität an Vout2 kann dieser Ausgang schneller geschaltet werden. Dies ermöglicht kürzere Stoßzeiten und somit auch kürzere Lade- und Entladezyklen in gepulsten Anwendungen, beispielsweise bei drahtlosen Sensoren und Sendern. Ein kleiner Vout2-Kondensator minimiert auch die Energieverschwendung, die beim Laden des Kondensators bei jeder Aktivierung von Vout2 entsteht. Vout2 hat eine Softstart-Zeit von etwa 5 µs zur Begrenzung des Kondensatorladestroms sowie zur Minimierung von Störimpulsen des Hauptausgangs, wenn Vout2 aktiviert ist. Außerdem ist ein Strombegrenzungskreis geschaltet, der den Spitzenstrom auf einen typischen Wert von 0,3 A begrenzt. Der Eingang zur Aktivierung von Vout2 hat einen typischen Schwellenwert von 1 V mit 100-mV-Hysterese; damit ist dieser Eingang logikkompatibel.
(ID:42949307)