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„Die“ Universal-Lösung gibt es nicht
Wenn es auf diesem Fachgebiet auch nie die sprichwörtlich „eierlegende Wollmilchsau“ geben wird, so muss man sich schon sehr wundern, wenn heute noch ein Leiterplatten-Entflechtungsprogramm (und nicht etwa eines der unteren Preisklasse!) in seiner neuesten Version ohne Echtzeit-Forward-Back-Annotation angeboten wird.
Manche Programman-bieter werben mit Referenzlisten, in denen viele sehr bekannte Firmen vertreten sind. Da alle diese Listen sehr ähnlich aussehen, müsste in vielen Unternehmen parallel mit mehreren Programmen gearbeitet werden. Oder waren es doch nur Fehlinvestitionen?
Fazit: Die Entscheidung beim Kauf kann niemandem abgenommen werden. Obwohl die hier gegebenen Hinweise bei der Vielfalt des Themas keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erheben, können sie dem potentiellen Käufer durchaus eine Hilfe sein. Helfen könnten zudem produktunabhängige Schulungen. Beispiel: Der Fachverband Elektronikdesign e.V. (FED) hat ein Kurssystem aufgebaut, das vor allem schon praktizierende Leiterplattendesigner ansprechen soll (siehe Link).
Wenn manche EDA-Hersteller damit werben, dass ihre Produkte besondere Kenntnisse beim Designer überflüssig machen, dann führt das in die falsche Richtung. Je mehr Kenntnisse ein Designer hat, um so besser wird er die Leistungsfähigkeit eines EDA-Systems beurteilen und seine überaus wichtige Funktion zwischen Schaltungsentwicklung und Fertigung ausfüllen können.
*Günther Kößler arbeitet hauptberuflich im Entwicklungslabor eines mittelständischen Unternehmens als Leiterplattendesigner. Zudem betreibt er ein Nebengewerbe auf diesem Fachgebiet sowie für weitere Dienstleistungen.
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