RFID-Studie Endverbraucher würden für Diebstahlsicherung mehr Geld auszugeben
Deutschlands Konsumenten sind bereit, für Produkte mit RFID-Technologie mehr Geld auszugeben. Bis zu fünf Prozent des Produktkaufwertes würden sie zusätzlich zahlen, wenn ein Produkt mit einem RFID Chip ausgestattet ist.
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Das Ergebnis der Studie „Endkundennutzen der RFID Technologie“ von ConMoto Consulting zeigt vor allem eine ausgeprägte Zahlungsbereitschaft für hochwertige Waren wie Laptops oder Uhren. 67% der Befragten befürworten für solche Wertgegenstände eine „Zusatzausstattung“ mit RFID-Chips.
RFID-Chips weisen zweifelsfrei die Herkunft eines Produktes aus und schützen so gegen Fälschungen, aber auch gegen Diebstahl, weil sie die Identität des Besitzers speichern können. Laptops stehen ganz oben auf der Wunschliste, gefolgt von Mobiltelefonen, Fotoapparaten, Uhren und Handtaschen/Koffern – alles Gegenstände die typischerweise schnell abhanden kommen. Bei Markenkleidung sei der Einsatz von RFID dagegen weniger gefragt.
Abschreckung für Diebe
Bei Wartung oder Reparatur offenbart der eingebaute Chip die Herkunft der Ware und identifiziert den wahren Besitzer. Diese „Alarmfunktion“ schreckt Diebe ab – aber nur, wenn die Wertgegenstände mit einem entsprechenden Hinweis auf die RFID-Sicherung gekennzeichnet sind.

Für eine „eingebaute Diebstahlsicherung“ sind die Konsumenten bereit, mehr Geld ausgeben: Fast 70% der Konsumenten wollen für diese Sicherheitsdienstleistung bis zu 5% vom Endpreis zu bezahlen. Ein Betrag, mit dem Handel und Industrie die Infrastrukturkosten für die Einführung der RFID-Technologie zumindest teilweise gegenfinanzieren könnten.
Denn in Wirtschaftlichkeitsvergleichen zwischen RFID-Technologie und Barcode sind die Infrastrukturkosten durch die erwartbaren Rationalisierungserträge eines RFID-Systems nicht auszugleichen. Die Studie von ConMoto zeige daher, dass die RFID-Technologie von den Endverbrauchern bereitwillig mitfinanziert würde.
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