Elektronikfertigung EMS-Dienstleister Xenterio muss aufgeben

Redakteur: Franz Graser

Der Offenburger Elektronikfertiger Xenterio muss endgültig schließen. Dies teilte die IG Metall heute mit. Von der Schließung sind rund 100 Mitarbeiter betroffen.

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Ein Foto aus besseren Zeiten: Das Bild zeigt die Inbetriebnahme einer neuen SMT-Linie durch Geschäftsführer Gerhard Kleineidam (links) und Vertriebsleiter Maik Regenbrecht im Jahr 2008. (Xenterio)
Ein Foto aus besseren Zeiten: Das Bild zeigt die Inbetriebnahme einer neuen SMT-Linie durch Geschäftsführer Gerhard Kleineidam (links) und Vertriebsleiter Maik Regenbrecht im Jahr 2008. (Xenterio)

Am 27. September des vergangenen Jahres hatte Xenterio beim Amtsgericht Offenburg den Insolvenzantrag gestellt. Damals hatte die Geschäftsleitung noch gehofft, den Betrieb sanieren zu können.

Das Werk in Offenburg war 1963 als Standort des damaligen Elektro- und Elektronikkonzerns AEG Telefunken gegründet worden und hatte seitdem mehrfach die Firmierung gewechselt. 1983 firmierte es als ANT Nachrichtentechnik, 1989 als ANT Bosch Telecom, 2000 gehörte es zu Marconi Communications.

2003 wurde das Werk vom inzwischen ebenfalls insolventen finnischen Elektronikfertiger Elcoteq übernommen, seit 2008 firmiert der Betrieb unter dem Namen Xenterio.

Im Zuge der sich ändernden Eigentumsverhältnisse änderten sich auch die Ausrichtung des Unternehmens sowie die Mitarbeiterzahl. Zuletzt entwickelte und produzierte Xenterio nach Kundenwünschen Lösungen für die Bereiche Telekommunikation, Industrieelektronik, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Automobil sowie für erneuerbare Energien.

Die Mitarbeiterzahl fiel im Lauf der Unternehmensgeschichte von 900 auf dem Höhepunkt auf zuletzt nur noch rund 100.

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