Hannusch Industrieelektronik EMS-Anbieter von der Schwäbischen Alb feiert 20-jähriges Bestehen
Mit einer großen Feier, einem Technologieforum sowie Tag der offenen Tür feierte der Elektronikdienstleister Hannusch Industrieelektronik in Laichingen am 18. und 19. Juli das 20-jährige Firmenjubiläum. Über 700 Gäste waren dabei.
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Mit einem Technologietag gekrönt von einem rauschenden Fest mit Kunden, Geschäftspartnern, Familie und Freunden feierten Geschäftsführererin Claudia Hannusch und ihr 50-köpfiges Team am 18. und 19. Juli den 20. Geburtstag der Hannusch Industrieelektronik in Laichingen. 700 Gäste feierten mit und nutzten die Gelegenheit zur Firmenbesichtigung, denn erst im letzten Jahr wurde das Firmengebäude mit einem Anbau auf über 1000 Quadratmeter Fläche vergrößert.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Technologietag, der speziell für Entwicker aus dem Kundenkreis von Hannusch zusammengestellt war. Schließlich bestimmt die Entwicklung maßgeblich die spätere Fertigung der elektronischen Baugruppe - Stichwort: fertigungsgerechtes Design.
Den Technologiekreis eröffnete Johann Hackel vom österreichischen Leiterplattengersteller Häusermann mit Empfehlungen für das Leiterplattendesign. Dem folgte das Thema Schablonendruck, der ausschlaggebend für den kompletten SMD-Bestückprozess ist. 65% der Fehler einer elektronischen Baugruppe sind auf den Druckprozess zurückzuführen. Frank Plachy von EKRA veranschaulichte die Thematik insbesondere die Anforderungen an Drucker, Druckschablonen und nicht zuletzt die Prozessführung und das Bedienpersonal. Ergänzend dazu verdeutlichte Thomas Lehmann vom Schablonenspezialisten CK Christian Koenen die Möglichkeiten der Fertigung und Gestaltung der Lotpastenschablonen sowie deren Auswirkung auf den SMD-Druckprozess.
Der Entwickler kann den Fertigungsprozess maßgeblich beeinflußen
Stolpersteine bei der SMD-Bestückung standen im Mittelpunkt des Vortrages von Alain Meyer, vom SMD-Bestückautomatenhersteller JUKI. Neben den Möglichkeiten moderner Bestückautomaten verwies der Referent auf die Bedeutung des Leiterplattendesign im Hinblick auf die spätere Fertigung. Mit einem Vortrag über die Einflußfaktoren auf dem Reflow-Lötprozess, das Problem der feuchtigkeitsempfindlichen Bauteile und typischen Lötfehlern schloß Henning Obloch vom Lötanlagenbauer Rehm den Kreis und die Vortragsreihe.

Seit Jahren ist die engagierte Firmenchefin Claudia Hannusch aktiv in der Mitarbeit in Verbänden und Projekten. Die Firma Hannusch ist Mitglied im Fachverband FED und hatte bereits im Jahr 2003 in der Aktionsgruppe „Bleifrei löten“ unter Leitung von Dr. Thomas Ahrens, Fraunhofer-Institut ISIT in Itzehoe, am Projekt: Eureka Leadfree der Europäischen Union teilgenommen. Heute fertigt Hannusch fast ausschließlich bleifreie Baugruppen.
Komplettdienstleister für Baugruppen und ganze Geräte
Die Fa. Hannusch Industrieelektronik wurde 1988 von Claudia und Hans-Peter Hannusch gegründet, um Dienstleistungen rund um die Elektronik und Elektrotechnik anzubieten. Schon kurz danach wurden erste Aufträge im Bereich der Kabelkonfektionierung hinzugenommen. Eine weiteres Standbein kam 1994 mit dem Schaltschrankbau hinzu. Seit 1998, mit dem Umzug ins eigene Gebäude in Laichingen, erweiterte sich das Dienstleistungsangebot um Aufbau und Beratung beim Prototypenbau. Die Kooperationen mit diversen Partnern (Kunststoffteile, Mechanikteile, Blechteile, Pulverbeschichter, Ingenieurbüros usw.) wurden konsolidiert. Der Elektronikdienstleister ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000 und hat die Umweltzertifizierung nach DIN EN ISO 1400.

Ein Maschinenpark mit Doppelwellenlötanlagen von ERSA (bleihaltig und bleifrei), drei komplette mit Stickstoffatmosphäre ausgerüstetet SMD-Bestücklinien, zwei AOI-Systeme, In-circuit-Tester inklusive Bohrcenter und Adapterherstellung, Inline-Selektivlötanlage, Reinigungsanlage für Schablonen und Baugruppen, Vergieß- und Lackiermöglichkeiten, automatische Dispenser- und Klebestation, fachgerechte Reparaturarbeitsplätze, einschließlich BGA-Rework. Die gesamte Fertigung ist voll klimatisiert.
Fertigung nach IPC-Norm A610
Alle Produkte werden nach der internationalen IPC-Norm A 610 gefertigt, in der die Abnahmekriterien für elektronische Baugruppen festgelegt sind. Dazu wurden 4 Mitarbeiter extern zu IPC-Spezialisten und IPC-Trainern ausgebildet, um auch intern alle Mitarbeiter der Fertigungsstrecke, von der Wareneingangskontrolle bis hin zum Versand, zusätzlich zu schulen.
Heute hat Hannusch 50 Mitarbeiter und fertigt für 27 Stammkunden mit 725 unterschiedlichen Baugruppen in der ganzen Welt. Typisch sind Stückzahlen vom Prototypen bis zu 1.000. Bei Bedarf gibt es ein ganzes Full-Service-Paket mit Entwicklung, Materialbeschaffung, Testgeräteentwicklung- und fertigung, Logistikkonzepten usw.. Und darauf ist die inzwischen alleinige Firmenchefin besonders stolz: die Firma ist bis dato im Familienbesitz.
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