Xenterio Elcoteq Communications Technology in Offenburg wird der EMS-Anbieter Xenterio

Redakteur: Claudia Mallok

Neuer Name – neue Ausrichtung - neuer Geschäftsführer: Unter Leitung von Steffen Görig geht der Service und Solution Dienstleister Xenterio als eigenständiger EMS-Anbieter an den Start. Xenterio ist der neue Name der Elcoteq Communications Technology GmbH in Offenburg. Der finnische Elcoteq-Konzern hatte das Werk im Januar 2008 an die BAVARIA Industriekapital AG verkauft.

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Im Januar hatte die BAVARIA Industriekapital AG den Offenburger Standort des finnischen Elcoteq-Konzern Elcoteq Communications Technology gekauft und das Bundeskartellamt hat der Übernahme zugestimmt. Im Zuge der angekündigten Neuausrichtung hatte Steffen Görig, Managing Director bei der BAVARIA Industriekapital die alleinige Geschäftsführung des Unternehmens übernommen. Die Neuausrichtung signalisiert bereits der neue Name Xenterio, unter dem der EMS-Anbieter nun firmiert.

Der Standort Offenburg hat mehr als 45 Jahre Erfahrung in der Produktion von elektronischen Baugruppen und Systemen für Telekommunikation. Das Unternehmen hat seinen Ursprung in den 60er Jahren durch die Gründung der damaligen AEG-Telefunken. Mehrere Wechsel von ANT, Bosch Telecom, Marconi und die Zugehörigkeit seit 2003 zum Elcoteq-Konzern haben im Januar 2008 zur Übernahme durch die BAVARIA Industriekapital AG geführt.

In Offenburg sind 300 Mitarbeiter in Engineering und Fertigung beschäftigt. Insgesamt werden an drei Standorten in Offenburg mit ca 25.000 qm Produktionsfläche ca. 300.000 Baugruppen pro Jahr gefertigt.

Geschäft regional ausbauen

„Wir wollen uns weiter konsolidieren“, benennt Maik Regenbrecht, Manger Sales & Customer Service die Ziele für dieses und das nächste Jahr. „Unser Umsatz soll bis 2009 auf 150 Mio. Euro wachsen und wir planen unser Geschäft auszuweiten auf die Schweiz, Österreich und aufgrund der räumlichen Nähe auch auf Frankreich“, so Regenbrecht weiter. Darüber hinaus soll der Bereich Testengineering ausgebaut werden.

„Elektronikfertigung heißt heute nicht mehr nur Leiterplattenbestückung, sondern verlangt eine breitere Palette an Dienstleistungen. Kunden erwarten heute ein höheres Maß an Service und Qualität“, weiß Regenbrecht. Die Stärke der HF-Spezialisten in Offenburg: Engineering Service und Full Lifecycle Management. „Wir begleiten den Kunden in der Entwicklungsphase mit Simultanous Engineering, Design-for-Manufacturing/-Test-Sourcing“ zählt Regenbrecht auf.

Übertragungstechnik bis 40 GHz

Zudem bietet Xenterio eine globale Prüfstrategie von der Wareneingangsprüfung des Materials sowie verschiedene Testverfahren von einzelnen Komponenten oder kompletten Systemen. „D.h. wir bieten dem Kunden standardisierte oder kundenspezifische Testplattformen an, die wir inkl. Hard- und Software entwickeln“, fasst Maik Regenbrecht zusammen.

Im EMS-Markt positioniert sich Xenterio als Anbieter für die komplette Angebotskette: Der Kunde liefert die Gerberdaten der Leiterplatten wir machen den Rest: Materialmanagement und Rapid Prototyping, Product design Management and Typ approval Management und fertigen bis zum Ende des Produktlebenszyklus mit anschließendem After Sales Service und Repair.

„Wir sind der einzige EMS-Anbieter in Europa, der über die Fähigkeiten verfügt, Übertragungstechnik bis 40 GHz zu entwickeln und zu produzieren“, stellt Regenbrecht ein Alleinstellungsmerkmal der Offenburger heraus. Und gerade da sieht er eine große Chance als Dienstleister. Da das Knowhow in der Übertragungstechnik vielerorts noch im Haus ist, gibt es einen riesigen Markt. Ein weitere Stärke: Box-Build, d.h, im Schwarzwald werden im Auftrag eines asiatischen Herstellers Geräte für den europäischen Markt montiert, geprüft und geliefert.

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