Folientastaturen Eingabegeräte nach Maß
Hohe Flexibilität und Kundenspezifität sind bei Folientastaturherstellern ein Muss. Ein Ansatz ist ein Baukastensystem, bei dem der Kunde bereits bei Kleinstmengen Tastaturfolie und Kunststoffgehäuse...
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Der Fokus der 1998 gegründeten GeBE liegt auf der Eigenproduktion industrieller Eingabegräte. Entwicklungsziele sind ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis, das Design von wasserdichten, sehr flachen Kunststoffgehäusen sowie eine leichte Anpassung an kundenspezifische Bedürfnisse. Die Geräte warten mit verschiedenen Schnittstellen auf, lassen sich mit Touchpad und Trackball kombinieren und werden in beleuchtbaren Versionen angeboten. Kurz vor der Markteinführung steht die Folientastaturserie GFT. Die GFT-(GeBE-Folien-Tastatur-)Reihe ist als Baukastensystem konzipiert, das eine freie Wahl der Form (rund, quadratisch, oval, rechteckig) und Farbe von Tasten, Folie und Gehäuse zulässt. Man kann zwischen sehr flachen Tischvarianten mit oder ohne Touchpad oder Matrix-Varianten mit 51 bis 144 Tasten wählen. Tastaturfolie und Kunststoffgehäuse lassen sich aufgrund des Baukastensystems bereits in Kleinstmengen kundenspezifisch und preiswert anpassen. So ist die sehr dünne und schlagfeste Tastatur GFT-104 (104 Tasten) für industrielle Extrembedingungen und die GFT-51 (51 Tasten) mit Kompaktmaßen von 130mm × 100 mm für sehr beengte Arbeitsverhältnisse geeignet. Die Variante GFT für OEM zeichnet sich durch ausgefallene Formen und Farben aus. Zur Steuerung wurden mit GCK-990 und GCK-975 zwei Controllersysteme entwickelt. An den Tastaturcontroller GCK-990, der auf dem 68HC908JB8 (Motorola) basiert, lassen sich bis zu 144 Tasten anschließen. Das ist für eine PC-Tastatur ausreichend. Zusätzlich sind max. 143 Tasten in der FN-Ebene möglich. Folientastaturen lassen sich direkt anschließen, Maustasten werden in die Folie integriert. Optional gibt es eine 50-polige Stiftleiste zum Matrixanschluss. Verschiedene direkt kontaktierbare Touchpads, Tackballs oder Joysticks und eine EMV-Schirmung runden das Anschlussportfolio ab. Viele AnschlussmöglichkeitenUnterstützt werden USB/PS/2 Autodetect Combo Port, USB-Sleep-Modes sowie Standard-Tastatur- und Maustreiber. Zusätzlich implementiert sind Power-Management und Multimediatasten bzw. PS/2-Maus-eingabegeräte (Touchpad, Trackball) sowie eine Geistertastendetektion. Tastenkombinationen oder Strings sind auf max. acht Tasten ab Werk programmierbar. Der Tastaturcontroller GCK-975 wurde für größere Systeme konzipiert und ermöglicht den Anschluss von bis zu 160 Tasten sowie max. 159 Tasten in der FN-Ebene. Die Matrixgröße ist frei skalierbar, d.h. es lassen sich theoretisch beliebig viele Tasten ansteuern. Der Controller, dessen Grundgerüst der Motorola 68HC908JB12 und Atmels Atmega 16 bilden, unterstützt ISO 3554 Magnetkartenleser für bis zu drei Spuren oder optional andere Peripheriegeräte wie z.B. Displays über den internen I2C-Bus. Ein Buzzer zur akustischen Rückmeldung ist integriert und die Matrix lässt sich über eine 40-polige Standard-Stiftleiste anschließen. Wie beim 990 werden USB-Modi, Standard-Tastaturtreiber, Power-Management und Multimediatasten unterstützt. Die Tastenkombinationen bzw. Strings lassen sich bei dieser Variante ab Werk auf alle Tasten programmieren. Entwickelt und vorbereitet werden eine Programmiermöglichkeit der Matrix über den USB-Port sowie eine RS232-Schnittstelle. Das Kunststoffgehäuse (Polystyrol) mit integriertem Touchpad stellt man maschinell in Modulen her. Es ist nach IP65 abgedichtet, 10 mm hoch und in Form und Farbe anpassbar. Geplant ist eine 16-mm-Trackball-Version. In die Tastaturfolie wurden Metallschnappscheiben für eine gute taktile Rückmeldung eingearbeitet, deren Lebensdauer rund 1 Mio. Anschläge beträgt. Bis Ende 2005 sind eine Hintergrundbeleuchtung mit LEDs über den USB-Bus, Bluetooth mit einer Reichweite bis zu 10 m und eine antibakterielle Beschichtung geplant.
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