Sondersteuerungen

Eine speicherprogrammierbare Steuerung für Spezialeinsätze

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Einsatzbeispiel Transport von Schmutzwasser

In diesem Fall fungiert die speicherprogrammierbare Steuerung als Slave-System und die übergeordnete Steuerung als Master. Die Verbindung zwischen SPS und Master-Steuerung wird über ein fest angelötetes Kabel realisiert, das hier standardmäßig eine Länge von 2 m hat. Die Verbindungen zu den Ventilen, Auslösetastern, Sensoren sowie einem Service-Terminal erfolgt über die 12poligen Anschlussbuchsen der SPS.

Durch den Einsatz einer MOSFET-Halbbrücke zur Steuerung eines Kugelventils kann per Unterdruck Schmutzwasser über weite Strecken abgesaugt und transportiert werden. Mit dieser Methode sind auch Bewässerungssysteme in der Wüste aufbaubar: Wasser kann aus Tiefbrunnen über die Steuerung des Kugelventils angesaugt und weitertransportiert werden, um verschiedene Flächen zu bewässern. Aufgrund der Busfähigkeit der SPS lässt dies auch ein gleichzeitiges Ausführen von Steuerbefehlen bei mehreren angeschlossenen Aktoren zu.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 13/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Ein integriertes Zeitregister ermöglicht das zeitverzögerte Steuern von Vorgängen: Fällt etwa ein angeschlossener Drucksensor unter einen vorgegebenen Wert, wird ein Alarm ausgelöst und das Ventil zeitverzögert geschlossen.

Die SPS arbeitet aber auch ohne Modbus-Anschluss über die integrierte Stromversorgung und ist somit autark einsetzbar. Zur Energieversorgung hat die SPS eine Weitbereichsgleichspannung von 18 bis 30 V. Für ausgewählte Ein- und Ausgänge wird diese Versorgungsspannung ungeregelt genutzt, weshalb eine stabile 24-V-Versorgung vorteilhaft ist.

Über Hochleistungs-DC/DC-Wandler wird sowohl für den Betrieb der Ventile als auch für die Sensoren eine Gleichspannung von 12 VDC bereitgestellt. Durch den Einsatz von MOSFETs, die eine Abschaltung der Ansteuerung der Ventile ermöglicht, ist eine energiearme Funktionsweise sichergestellt.

Montageort der SPS ist in unmittelbarer Nähe der Komponenten, die die Steuerungsaufgaben erfüllen sollen. Beispielsweise wird sie direkt an die entsprechende Gehäusewände geschraubt und benötigt keine Hutschienenbefestigung. So arbeitet sie in Zusammenhang mit MODBUS-fähigen Komponenten autonom.

Selbstverständlich erfüllt die SPS dazu die EMV-Norm für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte nach DIN EN 61326-1 und ist damit für die Mehrzahl von Einsätzen in der Industrie geeignet. LEDs auf der SPS-Front signalisieren wichtige Statusinformationen wie SPS an, Kanal geschaltet u.a.m.

Einstellungen verschiedener Konfigurationen an der SPS werden per Modbus durch entsprechende Parameter übertragen. Ein zusätzliches Programmiergerät ist nicht erforderlich, die Aufgabe übernimmt ein Steuerungsprogramm auf dem PC.

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