Das Gerät besitzt umfangreiche Signalkontakte, die im Schaltschrank mitverdrahtet werden und von einer speicherprogrammierbaren Steuerung ausgelesen werden können. Das sind Alarm: Batteriefehler, BAT-Mode: Batteriebetrieb, Remote: Batteriebetrieb beenden, BAT-Start: Start der USV ohne Netzspannung sowie SGND: Signal Ground.
Eine Besonderheit der USV ist die Funktion BAT-Start. Damit lassen sich die Geräte autark ohne Eingangsversorgung betreiben. Hierfür wird lediglich zwischen den Anschlüssen BAT-Start und Ground eine Drahtbrücke gesetzt. Dann kann beispielsweise während der Inbetriebnahme die Ausgangsspannung für kurze Funktionstests der angeschlossenen Komponenten genutzt werden, auch wenn noch kein Netzanschluss vorliegt.
Mit dem Remote-Kontakt ist es möglich, den laufenden Batteriebetrieb zu beenden. Dies ist von Vorteil, wenn der Bediener die Maschine regulär ausschalten möchte. In diesem Fall würde die USV bei Einbrechen der Versorgungsspannung üblicherweise in den Batteriebetrieb gehen und die Lasten weiterversorgen. Dies ist aber in dem Fall nicht gewünscht und führt zu einer unnötigen Belastung der USV.
Die Lösung ist einfach: Der Hauptschalter wird mit dem Remote-Signal verdrahtet. Wird die Maschine dann ausgeschaltet, schaltet die USV nicht in den Batteriebetrieb. Erhält die USV das Signal im laufenden Batteriebetrieb, wird dieser sofort beendet.
Neben den Signalkontakten besitzt das Gerät eine USB-Mini-Schnittstelle. Diese dient zum einen für die Parametrierung der USV, um beispielsweise festzulegen, wie lange die USV bei einem Netzausfall die Last versorgen soll, um die Lebensdauer der Batterien zu erhöhen. Außerdem wird per USB-Verbindung der Befehl zum Herunterfahren des PC (Shutdown) bei Netzausfall nach einer einstellbaren Zeit übermittelt.
Für eine dauerhafte Verbindung mit einem Industrie-PC wird von Phoenix Contact ein USB-Kabel mit Rändelverschraubung angeboten, um das Gerät auch in einer zündfähigen Umgebung betreiben zu können. Zur einmaligen Parametrierung kann aber auch ein Standard-USB-Mini-Kabel verwendet werden, wie es Smartphones beiliegt.
Wenn die Trio-AC-USV die Spannungsversorgung bei Netzausfall übernimmt, kann sie nach einer festgelegten Zeit bei dem angeschlossenen Industrie-PC das kontrollierte Herunterfahren veranlassen. Dafür muss auf dem betreffenden Computer die Software UPS Conf von Phoenix Contact installiert sein. Diese ist kostenfrei herunterladbar und ist kompatibel mit allen gängigen Windows-Betriebssystemen in der Industrie.
Es lässt sich die USV für unterschiedliche Shutdown-Szenarien konfigurieren. Braucht der angeschlossene Industrie-PC zum Beispiel zwei Minuten, um herunterzufahren, dann sendet die USV einen Befehl an die im Hintergrund aktive Software UPS Conf, die dann ihrerseits dem PC das Signal zum Herunterfahren gibt. Danach liefert die Trio-AC-USV noch für zwei Minuten die Wechselspannung, damit der Rechner seine Daten sichern, Applikationen schließen und Kommunikationsverbindungen kontrolliert beenden kann. Ist der Industrie-PC dann sicher heruntergefahren, schaltet sich die USV automatisch aus.
Wird eine Maschine in einer Umgebung mit instabilem Netz betrieben, kann die USV auch so konfiguriert werden, dass sie bei Netzausfall für beispielsweise eine Minute die AC-Versorgung übernimmt, ohne dass sofort der PC heruntergefahren werden muss. Kehrt nach der eingestellten Zeit die Netzspannung nicht zurück, wird der Computer wie im ersten Fall kontrolliert heruntergefahren.
Generell werden USV-Geräte in drei verschiedene Technologien unterteilt. Diese werden nach IEC 62040-3 folgendermaßen bezeichnet: Voltage-Frequency Dependent (VFD), Voltage-Independent (VI ), Voltage-Frequency-Independent (VFI).
Stand: 08.12.2025
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