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Präzisionskontakt: Eine spezielle Form von Federkontakte wird in den sogenannten Präzisionsbuchsenkontakten eingesetzt. Dies ist ein gestanzter und anschließend galvanisierter Federkontakt, ein sogenannter „Clip“, der in die galvanisierte Kontakthülse eingepresst wird.
Ein Präzisionsbuchsenkontakt besteht aus zwei Teilen, der Kontakthülse und dem Clip, der eigentlichen Kontaktfeder. Die Kontakthülse wird überwiegend als Drehteil hergestellt. Sie beinhaltet auf der einen Seite einen Lötanschluss und eine Bohrung auf der anderen Seite. Diese Bohrung dient zur Aufnahme des Federteiles, dem Clip.
Vor der Clipmontage wird die Kontakthülse galvanisch beschichtet, in der Regel vernickelt und verzinnt. Auch eine Vergoldung wird vielfach angeboten. Die Vergoldung wird dann gewählt, wenn die Hülse wiederum in eine vergoldete Kontaktfeder gesteckt wird. Auch im medizinischen, militärischen und anderen Bereichen mit besonderen Anforderungen wird überwiegend ein komplett vergoldeter Kontakt verwendet.
Die Vernickelung dient als Sperrschicht um Diffusionen aus dem Grundwerkstoff in Oberflächenschichten zu verhindern und ebenso Diffusionsprozesse von Beschichtungsmaterialien in den Grundwerkstoff speziell bei Gold zu vermeiden, da Vergoldungen in der Regel nur in Schichtstärken von deutlich unter 1 µm aufgetragen werden.
Die Präzisionsbuchsenkontakte sind lötdicht, das heißt, beim Lötprozess kann von der Lötwelle oder dem SMT-Lötprozess her kein Lot in den Kontaktierungsbereich gelangen.
Die spezielle Form des Clip-Kontaktes kann in ihrer Auslegung mit drei bis sechs Fingerkontakten, je nach Größe, sowohl zylindrische als auch viereckige Kontaktstifte aufnehmen. Die Fingerkontakte können einzeln ausweichen und gewährleisten für die Kontaktierung eine große Anzahl von Kontaktberührungspunkten und damit einhergehend gute Stromübertragung (Bild 2).
Gegenstecker-Stiftkontaktformen: Als Gegenstecker für diese Kontaktfederformen werden Stift- und auch Messerkontakte verwendet. Je nach Federkontakttyp können diese Gegenstecker eine quadratische, rechteckige oder zylindrische Form, teilweise mehrere oder sogar alle Formen auch in Kombinationen, eingesetzt werden.
Die Verwendung von unterschiedlichen Werkstoffen ist je nach Anforderung möglich. Neben den typischen Werkstoffen wie Messing (CuZn) und Zinn-Bronze (CuSn) sind auch Kupferwerkstoffe mit einem sehr hohen Kupferanteil im Einsatz (Bild 3).
Oberflächenbeschichtungen der Kontakte
Einen wesentlichen Einfluss auf eine dauerhaft gute Steckverbinderpaarung wird nicht zuletzt durch die richtige Oberflächenbeschichtung erreicht. In der Regel wird bei den häufig verwendeten Buntmetalllegierungen als erstes eine sogenannte Sperrschicht aufgetragen.
Diese Sperrschicht soll verhindern, dass Elemente aus dem Grundwerkstoff in die Oberflächenbeschichtung gelangen. Ebenso wird damit verhindert, dass zum Beispiel bei einer Vergoldung das Gold in den Grundwerkstoff wandert und so die positive Wirkung des Goldes mit der Zeit entfällt. Als Sperrschicht wird vielfach Nickel eingesetzt.
Das gleiche gilt für Zinnbeschichtungen. Bei diesen Beschichtungen steht jedoch eine langfristig gute Lötbarkeit im Vordergrund. Darüber hinaus wird von einigen Anwendern eine zusätzliche Kupferbeschichtung vor dem Vernickeln verlangt. Diese Schicht soll die Haftfestigkeit der kompletten Beschichtung auf dem Grundwerkstoff erhöhen.
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