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Bei MKS Integrity werden Anforderungsdokumente ohne Redundanz wiederverwendet. Zum Zeitpunkt des Erstellens eines wiederverwendeten Dokuments werden noch keine Anforderungen kopiert. Die Anforderungen in beiden Dokumenten verweisen auf dieselben „shared“ Anforderungen. Eine Anforderung wird erst dann verzweigt („branched“), wenn sie im Ursprungsdokument oder im wiederverwendeten Dokument geändert wird (statische Wiederverwendung). Auch dann lässt sich jedoch immer nachvollziehen, aus welchem Ursprung eine neue Anforderung entstanden ist. Darüber hinaus lassen sich Anforderungen auch dynamisch wiederverwenden: ändert sich eine Anforderung im Ursprung, wird die statisch wiederverwendete Anforderung automatisch mit geändert. Die Art der Wiederverwendung lässt sich dabei für jede einzelne Anforderung festlegen.
Change-Management-Funktionen
Der Softwareentwicklungsprozess läuft in den seltensten Fällen nur in eine Richtung. Bei den meisten Projekten werden Anforderungen geändert, obwohl die Programmierer bereits an der Software schreiben, oder bei der Qualitätssicherung zeigt sich, dass Funktionen nicht erfüllt werden, so dass Anforderungen abgeändert oder Source Code überarbeitet werden muss. Die Anzahl dieser Änderungen nimmt dabei schnell ein Ausmaß an, das einen Überblick extrem schwierig macht. Hinzu kommt, dass Änderungen genehmigt werden sollten, bevor sie umgesetzt werden und der Projektleiter hierzu wiederum wissen sollte, welche Auswirkungen die gewünschte Änderung haben wird. Um diesen Änderungsprozess erfolgreich umzusetzen, bietet MKS Integrity eine Change Management-Funktion, die die beschriebenen Anforderungen umsetzt.
Vor allem wegen seiner überzeugenden Unterstützung von Microsoft Excel und Word und der Lösung des Themas Wiederverwendung bewertete das Analystenhaus Forrester Research MKS Integrity für das Anforderungsmanagement im Jahr 2008 in einem Vergleichstest als das führende Produkt am Markt. Zusätzlich führten die Stärken in den Bereichen Sicherheit, Workflow und Reporting zu dieser Platzierung.
MKS Integrity 2009: Test Management im Fokus

Die aktuelle Version MKS Integrity 2007 wird Mitte des Jahres durch das Release 2009 ersetzt. Die meisten Neuerungen werden hier im Bereich Test Management zu finden sein, das dann komplett in das Anforderungsmanagement integriert sein wird. Durch die vollständige Integration wird zum Beispiel anforderungsbasiertes Testen möglich, ein Verfahren, das die Qualität der zu entwickelnden Software erheblich steigert. Durch anforderungsbasiertes Testen wird schon in der Phase der Anforderungserstellung festgelegt, wie die Anforderung am Ende getestet wird. Somit wird sichergestellt, dass sämtliche Anforderungen testbar sind und letztendlich auch wirklich getestet werden. Derzeit testen viele Unternehmen lediglich gewisse Funktionen, ohne zu wissen, was ursprünglich die genaue Anforderung hierzu war. Mit anforderungsbasiertem Testen wird also sichergestellt, dass alle Kundenwünsche entsprechend umgesetzt wurden.
Neu ist auch das Konzept der statischen und dynamischen Wiederverwendung für Tests. Testfälle werden wieder verwendbar und bleiben je nach Bedarf mit dem Ursprungstestfall verbunden, so dass Änderungen am Ursprungstestfall übernommen werden. Oder die Testfälle bleiben nicht verbunden, Änderungen am Ursprungstestfall wirken sich also nicht auf den neuen Testfall aus. Wie bei den anderen Modulen bleibt die Historie aber auf jeden Fall erhalten, es ist also jederzeit ersichtlich, woher der Testfall ursprünglich stammt.
Zusätzlich können Parameter definiert und in verschiedenen Szenarien mit anderen Werten belegt werden. Insbesondere iIm Testmanagement ist dies von hohem Nutzen, da sich so z.B. dieselben Testfälle mit unterschiedlicher Parameterbelegung in verschiedenen Testszenarien wiederverwenden lassen.
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