3-D-Druck mit Metall Eine gedruckte Brücke in Amsterdam

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein Start-up-Unternehmen aus den Niederlanden will zusammen mit Partnern eine Metallbrücke in Amsterdam errichten. Dabei helfen zwei Industrieroboter beim Druck.

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Visualisierung: So soll es aussehen, wenn die Roboter die Metallbrücke in Amsterdam bauen.
Visualisierung: So soll es aussehen, wenn die Roboter die Metallbrücke in Amsterdam bauen.
(MX3D)

Eine Stahlbrücke aus dem 3-D-Drucker? Das klingt im ersten Moment etwas ungewöhnlich. Doch das Team von MX3D will im Zentrum von Amsterdam mit Hilfe von Robotern eine Stahlbrücke errichten, die einen kleinen Fluss überspannt.

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Die Brücke und ihre gesamte Konstruktion ist als Forschungsprojekt geplant. MX3D ist ein niederländisches Start-up-Unternehmen und hat sich auf die additive Fertigungsmethoden spezialisiert, bei denen Metalle gedruckt werden. Eine selbstentwickelte Software kontrolliert einen 6-Achsen-Industrie-Roboter von ABB Robotics, der das Metall Stück für Stück aufträgt. Auf zusätzliche Stützstrukturen kann verzichtet werden. Auf einer Seite des Ufers wird ein Fundament angelegt, von dem ausgehend die Roboter die Brücke selbständig bis ans andere Ufer bauen.

Ein Video zeigt ein kleines Beispiel, wie eine freitragende Metallkonstruktion im 3-D-Druck entsteht. Als Partner stehen dem jungen Unternehmen verschiedene Firmen zur Seite. So beispielsweise Autodesk verantwortlich für die Design-Software oder Heijmans, ein Konstruktionsunternehmen.

Die Baufortschritte des Brückenprojekts sollen von September 2015 an über ein Besucherzentrum verfolgt werden können. Wo genau die Brücke entstehen soll, wollen sowohl MX3D und die Stadt Amsterdam bald offiziell bekannt geben.

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