Spice-Simulation Eine einfache Methode, einen OPV in LTSpice zu importieren (Teil 2)

Von Anne Mahaffey* 3 min Lesedauer

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Teil 2 des Analogtipps zu LTSpice konzentriert sich darauf, wie man feststellt, ob ein Modell mit einem bestehenden Symbol kompatibel ist. Welche Faktoren müssen Sie beachten, um sicherzustellen, dass kompatible Spannungsversorgungen und Signale an die Pins des Operationsverstärkermodells angelegt werden?

Bild 3: OPV-Modell mit Pinbelegung und Beschreibungen.(Bild:  ADI)
Bild 3: OPV-Modell mit Pinbelegung und Beschreibungen.
(Bild: ADI)

Was sind die besten Verfahren, um Modelle in LTSpice zu importieren? Die Antwort darauf hängt von mehreren Faktoren ab. Welche Art von Modell liegt vor? Ist es kompatibel mit einem bereits in LTSpice vorhandenen Modell oder muss ein neues Symbol erstellt werden? In Teil 1 haben wir eine gängige Methode zum Importieren eines Modells vorgestellt, das nicht in der LTSpice-Bibliothek verfügbar ist. In Teil 2 überprüfen wir nun, ob ein Modell mit einem bestehenden Symbol kompatibel ist.

Wir beginnen mit einer funktionsfähigen Schaltung mit einem importierten OPV-Modell des AD8656 aus Teil 1. Auch hier gilt, dass die hier beschriebenen Techniken auch für andere Modellarten verwendet werden können.

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Überprüfen der Pinbelegung des OPV-Symbols: Um die Pinbelegung zu überprüfen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das OPV-Symbol, öffnen den Component-Attribute-Editor und wählen anschließend Open Symbol.

Mit der geöffneten Symbol-Datei (opamp2.asy) wählen Sie View -> Pin Table. Die dargestellte Tabelle zeigt die Reihenfolge der Pin-Namen abhängig von der SPICE-Netzliste. Anschließend notieren Sie sich die Reihenfolge der Pin-Liste in einer Tabelle.

Überprüfen der Pinbelegung des Modells: Dabei wird die erste nicht kommentierte Zeile im Modell betrachtet: .SUBCKT bezeichnet den Modelltyp, AD8656 ist der Modellname und der Rest der Zeile enthält eine Liste der Baustein-Pins (1 2 99 50 45). Die Kommentare oberhalb dieser Zeile geben Details zur Funktionalität der einzelnen Pins an. Die Reihenfolge dieser Pins ist wichtig, daher müssen Sie sicherstellen, dass die Reihenfolge der Pins im Modell mit denen des opamp2-Symbols übereinstimmen. Danach kombinieren Sie die Tabelle, die bei der Untersuchung der opamp2-Pin-Liste erstellt wurde, mit der AD8656-Modell-Pin-Liste.

Wenn Sie auf die Kommentare zur Belegung der Knoten im Modell-Header blicken, stellen Sie fest, dass die Reihenfolge der Pins in diesem Modell der Reihenfolge entspricht, die Sie im opamp2-Symbol erwartet. Pin 1 entspricht In+, Pin 2 In-, Pin 99 V+ usw. Entspricht das Modell nicht der erwarteten Pinbelegung, ist zusätzlicher Aufwand nötig. Die Strategien zur Modifizierung von Symbolen und Erstellen neuer Symbole werden im nächsten Analog-Tipp erläutert.

Überprüfen der Stromversorgung und Eingangssignale: Nehmen Sie sich etwas Zeit, um das Datenblatt des OPVs zu studieren. Dort findet man den erlaubten Spannungsbereich, den Spielraum der Ein- und Ausgangspins sowie die Bandbreite. Falls nötig, modifizieren Sie die Versorgungsspannungen und Eingangssignale, um sicherzustellen, dass sie mit dem zu simulierenden Baustein kompatibel sind.

Es sind nur wenige Änderungen nötig, bis Sie wieder simulieren können. Dabei müssen Sie sicherstellen, dass die Versorgungen ausbalanciert bleiben und die Gleichtaktspannung des OPVs bei 0 V gehalten wird. Dies entspricht möglicherweise nicht der Konfiguration, die Sie letztendlich simulieren möchten, aber man beginnt mit einer einfachen Konfiguration, um zu überprüfen, ob das Modell wie erwartet funktioniert.

Für das hier verwendete Beispiel des AD8656 wurden die Versorgungsspannungen so angepasst, dass sie innerhalb des im Datenblatt angegebenen Bereich von 2,7 bis 5,5 V liegen.

Dieser Analogtipp bietet einen Verifikationsleitfaden, mit dem Sie überprüfen können, ob die Pin-Liste eines LTSpice-Modells und der .SUBCKT-Header miteinander kompatibel sind. Im nächsten Tipp werden Optionen und Strategien zum Modifizieren oder Erstellen neuer Symbole vorgestellt. (kr)

* Anne Mahaffey ist Mitglied der Gruppe Online Tools bei Analog Devices in Wilmington / USA.

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