TFT-Controller Ein TFT-Display an Standardschnittstellen anschließen

Autor / Redakteur: Dieter Kiermaier * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein TFT-Display sollte in der Lage sein, verschiedene Eingangssignale verarbeiten zu können. Dazu muss ein passender TFT-Controller die Signale in verständliche TTL- oder LVDS-Signale umwandeln.

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Verschiedene Eingangssignale: Wie verarbeitet ein TFT-Display beispielsweise Analog-RGB, Analog-Video oder DVI?
Verschiedene Eingangssignale: Wie verarbeitet ein TFT-Display beispielsweise Analog-RGB, Analog-Video oder DVI?
(Distec)

Die Ansteuerung von TFT-Displays stellt Systemintegratoren und Anwender immer häufiger vor die Herausforderung, die große Bandbreite an möglichen Eingangssignalen für das Display passend zu wandeln. Zusätzlich zur reinen Lesbarkeit der Signale ist auch noch eine Ansteuerung des Displays erforderlich. Die Anforderungen und Möglichkeiten sind vielfältig.

Neben VGA und DVI gewinnen HDMI und DisplayPort vermehrt an Bedeutung. Darüber hinaus sind die herkömmlichen Analogeingänge, wie CVBS und Component, zu berücksichtigen. Zieht man nun noch die Vielzahl an möglichen Auflösungen in Betracht, erschließt sich schnell die große Komplexität.

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Hier kommen industrielle Wandlerkarten zum Einsatz, welche die Signalumwandlung übernehmen. Damit können TFT-Displays an Standard-Grafik- und/oder Video-Schnittstellen angeschlossen werden. Eingangssignale wie Analog-RGB, Analog-Video (C-VBS, SHVS, Component, CCIR), DVI, HDMI (HDCP), Serial Digital Interface 3G SDI und DisplayPort werden in ein TFT-Display-konformes TTL- oder LVDS-Signal umgewandelt.

Zusätzlich zur Wandlung der Signale skalieren die Wandlerkarten das Eingangssignal auf die jeweilige TFT-Auflösung. Hinzu kommen Zusatzfunktionen wie PiP (Picture in Picture), PaP (Picture at Picture), Gamma- und Farbkorrekturen sowie MPEG Motion Blur-Unterdrückung. Herzstück der Karten ist der Scaler-Chip, der ein OSD (On-Screen-Menü) zur Verfügung stellt. Auf Wunsch kann die Funktion des OSDs über eine serielle Schnittstelle oder USB aus der Ferne bedient werden. Der Anwender kann so unterschiedliche persönliche Einstellungen, wie Helligkeit des Displays, Wahl der Eingangsquelle und Auto-Adjust, vornehmen.

Noch eine Vielzahl an analogen Eingangsquellen für das Display

Außer den Standardsignalen stellen die immer noch gebräuchlichen Analogquellen aus dem industriellen Umfeld die Entwickler vor neue Herausforderungen. Neben Sync-on-green sind es ungewöhnliche Sync-Pegel sowie krumme und willkürlich gewählte Horizontal- und Vertikalsync-Frequenzen, die Designs anspruchsvoll machen. Die Wandlerkarte Prisma-III, die gleichzeitig den hauseigenen Green-IT-Anforderungen entspricht, bietet RGB analog (CRT), DVI (HDMI 1.3a/HDCP), Composite Video Eingänge, 8 S-Video Eingänge sowie Component Video/YPbPr.

Die TFT-Hintergrundbeleuchtung nicht vernachlässigen

Neben der Videosignalverarbeitung muss in zunehmendem Maße auch besonderes Augenmerk auf die Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung gerichtet werden. Die Integration der LED-Treiber direkt in die Displayelektronik hat zwar den Vorteil, dass die TFTs dadurch immer günstiger werden, auf der anderen Seite wird die Ansteuerung aber leider nicht einfacher. Fast alle modernen LED-hinterleuchteten TFT-Displays erfordern ein entsprechendes Sequencing der Versorgungsspannungen.

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