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Faktum ist jedoch: Meist schon vor, jedoch spätestens ab der Inbetriebnahme wirken über den gesamten Lebenszyklus einer automatisierten, busgekoppelten Maschine oder Anlage stetig Stressfaktoren wie Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, aggressive Kühlmittel, Lösungsmitteldämpfe, Vibrationen und Wechselbiegebelastungen auf die Installation ein. Zyklische Messungen – ob nun jährlich, halbjährlich oder monatlich – ermöglichen deshalb keine wirklich belastbaren Aussagen zu Stabilität und Störsicherheit der Businstallation.
Sie sind immer nur eine Momentaufnahme bei den gerade herrschenden Umgebungsbedingungen. Es bleibt als verlässliches System nur die permanente Busüberwachung, für die IVG entsprechende Testsysteme entwickelt hat. In die Anlage eingebaut, erkennen sie Fehlertelegramme, Telegrammwiederholungen und Diagnosemeldungen auf der Protokollebene und informieren über jede Verschlechterung der Buskommunikation. Der Anlagenbetreiber kann dann entscheiden, ob er einen Spezialisten aus Holzgerlingen zur Anlage ruft oder ob er eigenes Personal frühzeitig mit den passenden Messgeräten ausstattet und entsprechend schulen lässt.
Die ganze Feldbuswelt in acht funktionalen Koffern
Als neutraler, herstellerunabhängiger und keinem Kommunikationssystem „verpflichteter“ Spezialist vermittelt IGV die ganzheitliche Fehlersuche und den EMV gerechten Aufbau von busgesteuerten Anlagen. Gerade der EMV-Problematik kommt nach deren Beobachtung eine immer höhere Bedeutung zu. In Workshops, die entweder in den eigenen Räumen oder auch kundenseitig stattfinden, werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch das praktische Herangehen an die Busdiagnose geschult. Ziel ist dabei, dass die Teilnehmer nach dem Training eine qualifizierte Prüfung ihrer Anlagen selbst durchführen können.
Für den Praxisteil sind die unterschiedlichen Feldbussysteme in acht spezifisch konfigurierte S2000-Alukoffer eingebaut. Bild 3 zeigt dies beispielhaft für den Profibus. Für einen optimalen Schulungserfolg müssen alle Komponenten platzsparend platziert und darüber hinaus systematisch so angeordnet sein, dass eine hohe ergonomische Funktionalität und eine weitgehend selbsterklärende Handhabung gewährleistet sind. Auch alle Ein/Ausgänge, Versorgungsspannungen, Netzteile etc. sind betriebsfertig verdrahtet.
Dafür ist der Gehäusespezialist ein idealer Partner. Wie schon so oft, hat man auch für die geplanten Feldbus-Diagnose- und Schulungskoffer die Flut der von IGV beigestellten Geräte und Teile gemeinsam mit dem Kunden zu sinnvollen Gruppen sortiert. Das optimale Handling beim Anschließen, Verdrahten und Bedienen wurde ausgiebig diskutiert und die am besten geeignete Einbau- und Betriebslage für den hochwertigen, stabilen S2000-Aluminiumkoffer festgelegt. In kürzester Zeit wurden dann die Konstruktionszeichnungen erstellt und die Koffer für die unterschiedlichen Feldbussysteme samt Innenleben betriebsbereit aufgebaut.
In Bild 4 ist die Kombination aus festen Kufen und nach hinten herausschwenkbaren (hier grün markierten) Rastfüßen erkennbar, die den besonders stabilen Stand des aufrecht stehend betriebenen Koffers auch beim „handfesten“ Herangehen an die Aufgabe garantieren: Diese Detaillösung ist ein typisches Beispiel für die jahrzehntelange praktische Erfahrung und das Mitdenken der Löffinger Spezialisten bei der Gehäusekonzeption, die sich wie ein roter Faden durch die Anwenderberatung zieht.
Beruhigend lange Garantiezeiten
An den „Fall der Fälle“, nämlich dass bei technischen Geräten trotz aller Sorgfalt auch etwas kaputt gehen kann, denkt man bei der Neukonzeption einer Anwendung am wenigsten. Das sollte man jedoch. Gut deshalb, wenn für Gehäuse ein lebenslanger Reparaturservice geboten wird. Ergänzt wird dieser durch eine fünfjährige Werksgarantie auf Materialien und Verarbeitung. Beispielsweise sind alle Schlösser und Beschläge auch nachträglich und einzeln austauschbar. Eine lückenlose Dokumentation aller Konstruktionsdetails macht Erweiterungsbestellungen leicht. Langlebigkeit und Langzeitverfügbarkeit aller Gehäusekomponenten, beispielsweise für zertifizierte Applikationen, geben darüber hinaus beruhigende Sicherheit.
Der Gehäuse- und Elektronik-Koffer-Spezialist aus dem Schwarzwald übernimmt für seine Kunden als zusätzliches, umfassendes „Engineerings- und Dienstleistungspaket“ viele Leistungen, die man nicht unbedingt von einem Gehäuselieferanten erwartet. Bei der Realisierung der „Feldbus-Koffer“ haben die Löffinger Fachleute den kompletten gerätetechnischen Aufbau der Komponenten im Koffer sowie die betriebsbereite Installation übernommen.
Weitere Dienstleistungen können beispielsweise mechanische Bearbeitungen aller Art in Bearbeitungszentren sein, wie auch Beschriftung, Funktionsprüfung, Beschaffung und Überwachung aller Bauteile eines Komplettsystems, 2-D- und 3-D-Konstruktion des Gehäuses inklusive aller Einbauten, Herstellung von Kunststofftiefziehteilen und von maßgeschneiderten PE-Schaumstoffteilen sowie das Wärmemanagement der Elektronik, wenn es um geschlossene Systeme geht.
* Peter Hauser ist Gründer des Unternehmens Santox-Industriekoffer und verantwortlich für Technik und Entwicklung in Löffingen-Unadingen.
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