Weiterbildungsstudium

Ein Herz für Systeme – vom Masterstudiengang Systems Engineering

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Wie kann man sich solchen Weiterbildungsstudiengang vorstellen?

Bild 1: Zeitlicher Ablauf im Studienjahr
Bild 1: Zeitlicher Ablauf im Studienjahr
(Bild: Christian Siemers)
Bild 1 gibt schon einmal einen Aufschluss über die zeitlichen Abläufe. Der Master-Studiengang Systems Engineering an der Technischen Universität Clausthal ist so gestaltet, dass zwei Jahre Gesamtstudiendauer den Regelfall darstellen.

Aus der Erfahrung der ersten beiden Jahre kann man aber schließen, dass – in der Praxis – wesentlich lieber eine komprimiertere Studienvariante wie in Bild 1 gewählt wird: Fast alle Vorlesungen im ersten Halbjahr von Januar bis Juni, mit der Ausnahme der einen Vorlesung im September sind das immerhin elf Wochen.

Diese elf Wochen sind viel und wenig zugleich. In diesen Wochen werden immerhin elf Fächer aus den Gebieten Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik behandelt, jeweils mit Prüfung, und dafür ist der Zeitraum recht kurz. Die Erfahrung zeigt, dass der dort durchgeführte Blockunterricht – 1 Vorlesung = 45 Vorlesungsstunden in einer Woche – zwar sehr anstrengend sind (auch für die Dozenten), aber eine hohe Effizienz aufweisen.

Andererseits heißen elf Wochen Vorlesungen auch elf Wochen Abwesenheit vom Arbeitsplatz, unabhängig davon, ob das nun durch Urlaub oder Freistellung erfolgt. Ab dem zweiten Halbjahr wurden dann die Veranstaltungen wieder in die Firmen verlegt, was insbesondere bei Projektarbeiten und der Masterarbeit kein Problem, sondern eher einen Glücksfall darstellt..

Das Regelstudium unterscheidet sich im Übrigen von dem in Bild 1 dargestellten Turbomodus dadurch, dass die Vorlesungen auf zwei Halbjahre verteilt werden können. Und die Inhalte?

Bild 2: Struktur des Studiengangs Systems Engineering an der TU Clausthal
Bild 2: Struktur des Studiengangs Systems Engineering an der TU Clausthal
(Bild: Christian Siemers)
Ein Blick auf die Struktur des Studiengangs in Bild 2 zeigt quasi eine Matrixstruktur. Aus den drei Gebieten Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik sind etwa gleich viele Anteile an Themen vorhanden, aufgeteilt in Grundlagen, Vertiefung in Teilgebiete, Anwendung und (dort integriert) Prozesse.

Diese Struktur und die Themenvielfalt erfordern ein Vorwissen und Erfahrung, stellen andererseits aber einen interdisziplinären Durchgang durch viele Themen im Systems Engineering dar.

Erfahrungen

Natürlich bietet eine solche Struktur in einem Studium nicht die Gewähr, abrufbares Wissen über jedes der vertretenen Fächer hinterher vorzufinden. Dafür sind die Fächer allein zeitlich nicht genug vertreten, aber das interdisziplinäre Wissen wird intensiv verbessert.

Die wichtigste Erkenntnis, die aus den bisherigen Durchläufen gezogen werden konnte, ist der positive Einfluss der Kommunikation und die Netzwerkbildung unter den Studierenden. Das Studium im Block bringt eine enge Kopplung mit sich, die sich in Diskussionen über Themen und Lösungsansätze niedergeschlagen hat.

Da die Studierenden im Allgemeinen in ihrer Vorbildung thematisch sehr gemischt sind, gibt es zu den einzelnen Veranstaltungen immer wieder Diskussions- und Lerngruppen mit jeweils mindestens einem Experten.

Für Interessierte steht eine Internetseite über den Studiengang zur Verfügung: http://syseng.in.tu-clausthal.de/. Dort finden Sie weitere Informationen. Für Kurzentschlossene ist die Bewerbung bis zum 15.12.2012 noch möglich (auch wenn die Webseite den 30.11.2012 als letzten Anmeldetermin angibt).

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