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Nutzung von Nanosilber für elektronische Anwendungen

Für solche Anwendungen werden häufig quasi-eindimensionale Nanosilberdrähte statt sphärischer Partikel eingesetzt, die mit modernen Methoden hergestellt werden können.
Durch die statistische Überlappung der ungeordneten Drähte lässt sich so schon mit geringsten Mengen Nanosilber ein perkolierendes Netzwerk – und damit durchgehende Leitfähigkeit – erhalten, was wiederum Materialaufwand und Kosten senkt. Gleichzeitig kann die Schicht so ausgelegt werden, dass sie für einfallendes Licht transparent bleibt.
Für solche transparenten, leitfähigen Schichten gibt es in Abhängigkeit des Widerstands zahlreiche Anwendungen, z.B. als Antistatikschichten (k/cm²-Bereich), Heizbeschichtungen (bis zu 100 /cm²) oder für Touchscreens (wenige /cm²). Somit stellen Nanosilberdrähte eine interessante Alternative zu Indiumzinnoxid (ITO) dar, worauf später noch näher eingegangen wird.
Entstehung, Aufgaben und Ziele des Netzwerks NanoSilber
Das Netzwerk NanoSilber hat seinen Ursprung im Cluster Nanotechnologie, dessen Hauptaufgabe es ist, Wissenschaft und Wirtschaft nachhaltig zu vernetzen. Ermuntert durch eine wachsende Anzahl von Anfragen wurde 2009 ein erstes Clustermeeting zum Thema Nanosilber organisiert.
Nach weiteren Gesprächen mit interessierten Partnern aus anwendungsorientierter Forschung und der Industrie wurde ein Arbeitskreis gebildet, aus dem schließlich das Netzwerk NanoSilber hervorgegangen ist, das von April 2011 bis September 2014 als ZIM-Kooperationsnetzwerk vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde und im Anschluss eigenfinanziert weitergeführt wird.
Das Netzwerk NanoSilber ist ein offenes Netzwerk und besteht derzeit (Stand September 2014) aus sieben Partnerunternehmen und fünf Partnerinstitutionen (Bild 3). Das Netzwerkmanagement liegt bei der Nanoinitiative Bayern GmbH. Das Netzwerk beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung von Nanosilber in Herstellung, Verarbeitung, Anwendung, Produktion und Entsorgung.

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