Unterbrechungsfreie Stromversorgungen

Dynamische Wartung spart Kosten und verhindert Netzausfälle

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Keine Prüfmethode kann allein für sich alle notwendigen Informationen zum Zustand einer Batterie liefern. Deshalb muss im Einzelfall entschieden werden, welche Anforderungen an das Netzwerk bestehen, welche Prüfmethoden gegebenenfalls in Kombination sich eignen und welche Maßnahmen letztlich ergriffen werden sollten. Allgemein lässt sich sagen, dass die jeweiligen Messmethoden immer Teil eines umfassenden und dynamischen Wartungsprogramms sein sollten, um die beste Verfügbarkeit über die gesamte Lebensdauer einer Batterie sicher zu stellen.

Empfehlungen für weniger kritische Zugangsknoten

Ein normaler Access-Zugangsknoten in Telekommunikationsnetzwerken wird in der Regel nicht gewartet. Batterien werden entweder nach einem festen Zeitplan ausgetauscht oder nur nach einem aktuellen Ausfall des Knotens. Dieses Vorgehen birgt jedoch einige Gefahren, da es im Falle eines Stromausfalls sein kann, dass die Batterien die Stromversorgung nicht übernehmen können.

Besser ist es, ein einfaches Remote-Monitoring durchzuführen. Zusätzlich sollte die entsprechende Hardware angeschafft werden, um jährliche Remote-Teilentladungstests durchführen zu können. Diese Kombination reduziert die Ausfallzeiten, erhöht die Zuverlässigkeit der Zugangsknoten und führt, bezogen auf die gesamte Total Cost of Ownership (TCO), zu einem guten Return on Investment (ROI).

Empfehlungen für kritische Zugangsknoten

Remote-Monitoring und Remote-Tests lassen sich nicht immer an allen Standorten durchführen. Im Falle von kritischen Lasten oder speziellen Batterien müssen sehr genaue Entladungstests durchgeführt werden, um exakte Aussagen zum Batteriezustand treffen zu können. Hier bietet es sich an, jährliche Remote-Entladungstests sowie zustandsabhängige Innenwiderstandstests durchzuführen. Gegen Ende der Batterielebensdauer kann die Frequenz der Messungen erhöht werden.

Empfehlungen für sehr kritische Zugangsknoten

Bei Netzwerken, die eine absolut 100-prozentige Verfügbarkeit verlangen, sollten Remote-Testverfahren in Kombination mit Vor-Ort-Tests durchgeführt werden, die visuelle und mechanische Tests und einen Check der Umgebungsparameter einschließen. Das würde jährlich beinhalten: Remote-Teilentladungstests, vier Remote-Innenwiderstandstests als Basis für Zustandsbewertungen sowie ein Innenwiderstandstest vor Ort.

Darüber hinaus kann zusätzlich ein vollständiger Kapazitätstest gegen Ende der Batterielebensdauer durchgeführt werden, um definitive Aussagen zur Kapazität treffen zu können. Eine aktuelle Monitoring-Hardware liefert rund um die Uhr umfassende Daten zum Zustand der Batterie. Zusätzlich stehen den Verantwortlichen weitere Informationen zu Alarmen, Temperatur, Verfügbarkeit und Last zur Verfügung, um den gesamten Zustand und die Leistung des Systems bewerten zu können. Allgemein gilt: Insbesondere das Reinigen und Nachziehen aller Anschlüsse und Verbinder sollten Teil der Batteriewartung sein bei der Routineprüfungen vor Ort.

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