Schutz gegen unbemannte Fluggeräte

Drohnenabwehr mit Laser, Richtfunk und Netz

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Drohnen mit Netzen vom Himmel fischen

Aber nicht immer reicht es den Anwendern, eine Drohne lediglich zu detektieren und irgendwie vom Himmel zu bekommen. Wer die Drohne physisch intakt einfängt, hat die Chance, ihre Technik und vor allem die geladene Software sowie eventuell die bereits aufgezeichneten Daten des bisherigen Flugs zu analysieren. In diese Richtung zielt beispielsweise der Skywall 100, eine Lösung des britischen Startups Openworks Engineering. Sie wurde während des Besuches des ehemaligen US-Präsidenten Obama in Berlin eingesetzt.

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Dabei schießt eine von einer Person tragbare Startvorrichtung mit Druckluft ein Netz mit Fallschirm direkt auf die Drohne und fängt sie ein. Eine intelligente Optik gibt Signal, wenn der Launcher korrekt ausgerichtet ist. Der Fallschirm sorgt dafür, dass das Fluggerät nicht auf dem Boden zerschellt. Der Launcher hat Luft und Netze für mehrere Schuss und kann deshalb kurz hintereinander mehrere Drohnen vom Himmel holen.

Eine Gegendrohne setzt die französische MALOU Tech (Mission Aérienne Légère à Organisation Unique) Systems mit dem MP200 ein. Dabei gibt es dieses System als reinen Detektor (MP200) und als Abwehrdrohne (MPI200).

Die Abwehrdrohne nähert sich der angreifenden Drohne und fängt sie in einem Netz ein. Die Detektionsdrohne hat eine integrierte Kamera, SD-Speichermedien und funkt auf 5,8 GHz in einer Reichweite von 0,6 Meilen. Sie ist mit einem roten LED für Nachtflüge ausgerüstet. Die Abfang-Drohne kann Drohnen bis 6 kg in ihrem Netz einsammeln und sicher zum Boden bringen.

Und dann gibt es noch die „natürliche Methode“: Wie sich herausgestellt hat, attackieren Raubvögel, z.B. Adler, recht erfolgreich Drohnen. Diese Methode will beispielsweise die niederländische Polizei einsetzen. Doch ob es für Rechenzentren sinnvoll ist, neben spezialisierten RZ-Dienstleistern auch noch einen Falkner zu beauftragen, darf getrost bezweifelt werden.

Der Beitrag ist ursprünglich auf unserer Schwesterseite Security-Insider erschienen.

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