Schutz gegen unbemannte Fluggeräte

Drohnenabwehr mit Laser, Richtfunk und Netz

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Störfunk gegen Fluggeräte

Drone Labs findet mit dem Drone Detector Drohnen und Steuergeräte im Umkreis von mehr als einem Kilometer, selbst, wenn sie noch nicht gestartet sind. Sie müssen nur eingeschaltet sein.

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Dabei werden nicht nur fliegende, sondern auch fahrende oder schwimmende Drohnen mit Hilfe von Radiofrequenzdetektion und GPS-Analyse, Radar, Audio, Video oder Temperaturanalyse gefunden, und zwar auch dann, wenn sie sich nicht in Sichtlinie mit dem Detektionsgerät befinden. Allerdings ist die Technik bisher hauptsächlich in den USA erhältlich.

Komplett in Deutschland entwickelt ist dagegen der Drohnen-Detektor des Herstellers Aaronia aus Strickscheid in der Eifel. Das System nutzt die Spektrumanalyse, die das Ausbreitungsverhalten der elektrischen Emissionen von Drohnen detektiert. Die leistungsfähige Empfängerantenne sorgt überdies für eine große Reichweite.

Das System Anti-AUDS (Autonome UAV Defense System) des britischen Unternehmens Blighter Surveillance kombiniert mehrere Elemente: Den A400-Radar für die professionelle Überwachung des Luftraums, beispielsweise an Flughäfen, mit einer Reichweite von bis zu zehn Kilometern, eine Kombination aus Video- und Thermaldetektor, Chess Danamics Hawkeye Deployable System (DS) und EO Videotracker, um fliegende Drohnen zu verfolgen und, zusammen mit der beim Radar gesammelten Informationen, zu klassifizieren.

Das ECS (Enterprise Control System), ein zielgenaues Gerät mit intelligent gesteuerten Richtungsantennen, stört dann selektiv die Kommunikationskanäle der Drohne und hindert sie dadurch daran, ihre Mission zu erfüllen, ohne den übrigen Flugverkehr zu beeinträchtigen. Diese Lösung dürfte fürs durchschnittliche Rechenzentrum eher zu groß sein.

Schon handlicher ist die Drone Gun der australischen Firma Drone Shield. Der gewehrähnliche Jammer hat eine Reichweite von bis zu zwei Kilometern. Drone Shield erkennt Drohnen insbesondere am Fluggeräusch, das für jeden Drohnentyp individuell und speziell ist.

Diese Geräusche speichert Drone Shield in einer Datenbank, in die alle verfügbaren Drohnen-Fluggeräusche eingespeist werden. Aktuelle Drohnengeräusche werden daran abgeglichen. Allerdings ist diese Lösung bisher in Deutschland nicht erhältlich.

Auf der CES im Januar 2017 präsentierte auch Airbus DS Electronics and Border Security (EBS) mit Xpeller ein System, das Wärmebildkamera, Radar und einen Störsender kombiniert und sich auch für andere Zwecke einsetzen lässt. Die inzwischen unter dem Firmennamen Hensoldt vermarkteten Systeme gibt es in mehreren Größenordnungen, auch tragbar im Rucksack.

Boeing hat mit dem Compact Laser Weapons System eine lasergestützte Lösung entwickelt, um Drohnen abzuschießen. Dabei wird ein hochenergetischer Laserstrahl auf das Objekt gerichtet und bringt es zum Absturz, indem es durch die Hitze des Lasers innerhalb von 15 Sekunden in Brand gesetzt wird.

Ein mobiles Kleinsystem hat eine Leistung von 2 kW und besteht aus Kühleinheit, Batterien, einem Gerät, das den Strahl richtig ausrichtet, und einen Farblaser. Eine Person kann das System betreiben. Der geplante Anwendungsbereich ist vorwiegend militärisch.

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