Grundlagen für die Elektrotechnik

Drei Generationen von Physikern: die Familie Becquerel

< zurück

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Geboren wurde Alexandre Edmond Becquerel am 24. März 1820 in Paris, knapp sechs Jahre nach seinem Bruder Louis Alfred. Er arbeitete nach seiner schulischen Ausbildung zunächst als Assistent im Pariser Naturkundemuseum, in dem auch sein Vater seit 1837 als Lehrkraft angestellt war. Alexandre Edmond Becquerel entdeckte (mutmaßlich mit Unterstützung seines Vaters) im Jahr 1839 ein Phänomen, das als Becquerel-Effekt bekannt wurde. Dabei geht es darum, dass von zwei gleichen, im selben Elektrolyt befindlichen Elektroden, von denen lediglich eine dem Licht ausgesetzt wird, eine elektrische Spannung entsteht. Insbesondere violettes und ultraviolettes Bild entpuppte sich dabei als geeignet. Nicht zuletzt ist diese Erkenntnis maßgeblich für die Entwicklung der heutigen Solartechnik.

Nach mehreren Projekten mit seinem Vater begann Alexandre Edmond Becquerel schließlich verstärkt mit eigenen Forschungsarbeiten. Sein Hauptthema war dabei Phosphoreszenz inklusive der chemischen Grundlagen, also das teilweise stundenlange Leuchten von Stoffen, nachdem sie Licht ausgesetzt waren. Er wies dabei nach, dass das Leuchten der Stoffe durch das Absorbieren von Licht entsteht und der Stoff das absorbierte Licht wieder abgibt. Mittlerweile kann man den Effekt auf Quantenebene präziser erklären.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Alexandre Edmond Becquerel beschäftigte sich zudem mit Optik, Elektrizität sowie der elektrischen Leitfähigkeit und Diamagnetismus von verschiedenen Materialien. Am Pariser Naturkundemuseum erwarb er zudem den Professorenstatus und wechselte dann 1853 an das Conservatoire des Arts et Métiers, eine angesehene Hochschule, an der er bis 1878 arbeitete. Er war zudem einer der Gründer der Französischen Fotografenvereinigung im Jahr 1854 und wurde 1880 zum Präsident der Académie des sciences ernannt, der damaligen französischen Wissenschaftsakademie, die inzwischen in das Institut de France übergegangen ist. Am 11. Mai des Jahres 1891 verstarb Alexandre Edmond Becquerel schließlich im Alter von 71 Jahren in Paris. 1989 wurde ihm zu Ehren der Becquerel-Preis eingeführt, der besondere Leistungen im Bereich der Fotovoltaik auszeichnet. Sein nachhaltigstes Werk, wenn man dies so bezeichnen darf, war aber wohl sein Sohn Antoine Henri, der zur Welt kam, als Alexandre Edmond Becquerel 32 Jahre alt war.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:50309187)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung