Intralogistik-Automatisierung Doppelkufen-Roboter für autonomen Palettentransport vorgestellt

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Das Robotik-Start-up Filics hat gemeinsam mit dem Sensorikunternehmen Sick ein autonomes Doppelkufensystem für den innerbetrieblichen Palettentransport entwickelt. Die Lösung ermöglicht eine effiziente Raumnutzung und erhöht die Prozesseffizienz in der Intralogistik.

Transportroboter: Das Doppelkufensystem von Filics bewegt Paletten autonom und benötigt dabei nur wenig Raum.(Bild:  Sick)
Transportroboter: Das Doppelkufensystem von Filics bewegt Paletten autonom und benötigt dabei nur wenig Raum.
(Bild: Sick)

Die fahrenden Palettenkufen namens Filics Unit benötigen keine aufwendige Infrastruktur und kommen mit einem geringen Einbauvolumen aus. Damit eignet sie sich besonders für Anwendungen, bei denen Bodenfläche knapp und Flexibilität gefragt ist – etwa in automatisierten Logistikzentren, in der Produktionslogistik oder beim Warentransport zwischen Montagezellen. Laut Anbieter lässt sich durch den Einsatz der Roboter der Flächenverbrauch in der Intralogistik um bis zu 35 Prozent senken.

Kompakte Sensorik für funktionale Sicherheit

Herzstück der Navigation ist der Sicherheitslaserscanner nanoScan3 von Sick. Mit einer Bauhöhe von 80 Millimetern passt er direkt in die Kufenstruktur des Roboters und ermöglicht so ein flaches Design. Der Scanner arbeitet mit Time-of-Flight-Technologie und liefert ein horizontales 275-Grad-Scanfeld bei einer Reichweite von bis zu 40 Metern. Auf diese Weise kann das System nicht nur Hindernisse vor sich erkennen, sondern auch seitlich auftretende Gefahren zuverlässig erkennen – etwa bei Querverkehr im Lager oder engen Kurvenfahrten.

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Für sicherheitskritische Anwendungen erfüllt der Scanner die Anforderungen der ISO 13849 und erreicht einen Performance Level d. Die erfassten Daten werden nicht nur zur Kollisionsvermeidung genutzt, sondern dienen auch der präzisen Lokalisierung und Navigation des Roboters im Raum. Dank seiner Multilayer-Auswertung kann der nanoScan3 mehrere Sicherheits- und Warnfelder gleichzeitig überwachen – eine Voraussetzung für den autonomen Mischbetrieb mit Menschen und anderen Fahrzeugen.

Kooperation zwischen Start-up und Industriepartner

Filics hat die neue Roboterplattform in enger Abstimmung mit Sick entwickelt. Das Projekt zeigt, wie sich Start-ups und etablierte Automatisierungsunternehmen ergänzen können: Filics lieferte die mechanische und softwareseitige Plattform, Sick die Sensorik für funktionale Sicherheit und Navigation. Die Kommunikation zwischen den Systemkomponenten erfolgt über standardisierte Schnittstellen und lässt sich nahtlos in vorhandene Lagerverwaltungssysteme integrieren. (mc)

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