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Die Anforderungen an eine gute Dokumentation

Die Hauptbeteiligten an der Entwicklung einer elektronischen Baugruppe sind die Schaltplankonstrukteure, die CAD-Layouter, die Leiterplattenhersteller und die Baugruppenproduzenten. Ein Multilayerbauplan muss für die Aufgabenstellungen dieser Beteiligten verbindliche Informationen zur Verfügung stellen (Bild 2).
Für die Logistik eines Bauplanes (auch im Rahmen eines Multilayerkataloges) müssen Multilayerbaupläne immer einen eineindeutigen und unveränderlichen Namen haben. Ist ein Bauplan veröffentlicht, dann sind maßgebliche Veränderungen unzulässig. In einem solchen Fall müsste ein neuer Bautyp erstellt werden.
Der Multilayeraufbau ist ein rechtsverbindliches Dokument
Die Visualisierung von Multilayerbauplänen ist unverzichtbar. Die Darstellung in Listen- oder Tabellenform ist extrem fehleranfällig. Eine Liste wird der Dynamik und dem Variantenreichtum eines Multilayersystems nicht gerecht. Der Lagenaufbau soll maßstabsgetreu (1:100) und farbig sein. Nur dann kann die optisch-intuitive Aufnahme des Bauplanes durch den Menschen als deutliche Erhöhung der Qualität genutzt werden. Für die Produktion einer Leiterplatte/Baugruppe ist die Listenform unbrauchbar und muß als unzulässig erklärt werden.
Die Erstellung eines Lagenaufbaus muss im Dialog zwischen dem Baugruppenkonstrukteur, dem Leiterplattenhersteller und dem Baugruppenproduzenten erfolgen. Zwischen diesen Gruppen besteht eine gegenseitige Informationspflicht.
Die Verfügbarkeit eines Lagenaufbaudokuments muss für alle Beteiligten (zum Beispiel Schaltplan, CAD, CAM, Leiterplatte, Baugruppe) VOR Arbeitsbeginn zur Verfügung stehen. Der Multilayerbauplan muss also spätestens mit Beendigung der Schaltplanarbeiten verbindlichen Charakter haben.
Die Freigabe eines Multilayerbauplanes liegt in den Händen der Leiterplattenhersteller und der Baugruppenproduzenten. Der Multilayerbauplan muss von beiden freigegeben worden sein.
Ein Multilayeraufbau ist ein rechtsverbindliches Dokument. Der Aufbau muß deshalb mit der CAD-Dokumentation, der Bestellung/Auftragsbestätigung/Lieferung sowie mit den jeweiligen Produktionsdokumenten der Leiterplatten und Baugruppen nach- und rückvollziehbar verknüpft sein.
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