Bitkom-Studie Digitalisierung leistet wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Mit der Digitalisierung ist es möglich, die Energieeffizienz zu steigern und CO2-Emissionen einzusparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie des Branchenverbands Bitkom. Allein im Energiesektor sind Einsparungen in Höhe von 62 Megatonnen Kohlendioxid möglich.

Mit der Digitalisierung lässt sich durch intelligente Stromnetze (Smart Grids) bis zu 62 Megatonnen Kohlendioxid einsparen. Das sagt eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom.(Bild:  FelixMittermeier /  Pixabay)
Mit der Digitalisierung lässt sich durch intelligente Stromnetze (Smart Grids) bis zu 62 Megatonnen Kohlendioxid einsparen. Das sagt eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom.
(Bild: FelixMittermeier / Pixabay)

Der Bitkom-Verband, die Stimme der digitalen Wirtschaft, unterstreicht in einer aktuellen Studie [1] das immense Potenzial der Digitalisierung im Kampf gegen den Klimawandel. Die Studie bekräftigt, dass die Digitalisierung einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Deutschland leisten kann.

Ziel des Klimaschutzgesetzes [2] ist es, die klimaschädlichen Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Laut Christina Rab vom Branchenverband Bitkom liegt die aktuelle Reduktion bei 40 Prozent. Um das Ziel zu erreichen, müsse das Tempo bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen deutlich erhöht werden.

Digitalisierung hilft beim Klimaschutz

„Das heißt, um den Rest der Reduktion zu schaffen, brauchen wir etwa eine Steigerung der Umsetzungsgeschwindigkeit um das Zweieinhalbfache. Und dazu kann die Digitalisierung einen wichtigen Beitrag leisten. Unsere Studie zeigt, dass das etwa bei einem Viertel liegt“, sagte Rab im Deutschlandfunk.

Die Digitalisierung kann einen maßgeblichen Beitrag leisten. Die Studie beziffert das Potenzial auf rund ein Viertel der benötigten Emissionsreduzierung. Die Branche mit dem größten Einsparpotenzial ist im Energiesektor:

  • Energiesektor: Einsparung von 62 Megatonnen CO2 durch intelligente Stromnetze (Smart Grids), optimierte Energieerzeugung und effizientere Steuerung von Anlagen.
  • Gebäude: Reduzierung des Energieverbrauchs durch intelligente Gebäudesteuerung (Heizung, Beleuchtung) und smarte Haushaltsgeräte.
  • Verkehr: Förderung der Elektromobilität, intelligenter Verkehrssteuerung und optimierten Logistikketten.
  • Industrie: Steigerung der Ressourceneffizienz durch digitale Produktionsprozesse und intelligente Vernetzung von Maschinen.

Smart Grids als wesentlicher Ansatzpunkt

„Die wesentlichen Ansatzpunkte sind Smart Grits, also intelligente Stromnetze, wo es darum geht, über Sensoren, Smart Meter und eine echte Datenverarbeitung den besseren Ausgleich zwischen Angebot, also Produktion und Nachfrage zu erzeugen. Es geht aber auch dazu, die Produktion effizienter zu gestalten. Zum Beispiel die Rotorblätter von Windrädern besser auszurichten, die Solarpaneele effizienter auszurichten“, fasst es Rab zusammen.

Die Digitalisierung bietet große Potenziale für mehr Energieeffizienz und weniger CO2-Emissionen in Deutschland. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) selbst sind jedoch sehr ressourcenintensiv. Die Deutsche Umwelthilfe schätzt, dass mittlerweile 10 Prozent des deutschen Stromverbrauchs auf digitale Technologien entfallen.

Referenzen

[1] Studie: Klimaeffekte der Digitalisierung 2.0

[2] Bundes-Klimaschutzgesetz. Bundesministerium der Justiz.

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