Janz Expertenforum Digitales Krankenhaus soll den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

In vielen Krankenhäusern hat das Pflegepersonal nur noch begrenzt Zeit, sich um die Patienten zu kümmern. Ein Grund ist der hohe Verwaltungsaufwand. Mit der elektronischen Patientenakte soll nicht nur Geld gespart werden. Es soll wieder mehr Zeit für den Patienten zur Verfügung stehen.

Anbieter zum Thema

Laut Institut für Krankenhauswesen in Braunschweig (IfK) stecken die Deutschen Krankenhäuser in einem IT-Investitionsstau. Das erste Expertenforum der Janz Informationssysteme mit dem Titel „Krankenhaus der Zukunft“ startete mit einem klaren Statement. Der wissenschaftliche Leiter des IfK, Prof. Dr. Wolfgang Riedel, beschrieb den Zustand an Deutschen Krankenhäusern: „Sie stehen heute unter enormen Konkurrenzdruck. Doch die Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnik vor allem für die Patienten wurde teilweise völlig vernachlässigt.“

Pflegepersonal soll mehr Zeit für Patienten haben

„Elektronische Patientenakten und digitale Archivierungs-Systeme bieten finanzielle Einsparungspotenziale und reduzieren vor allem die Zeit des medizinisch-pflegerischen Personals in der Verwaltung, die besser für das Wohl der Patienten eingesetzt werden könnte“, ergänzte Reinhard Schroers, Geschäftsleitung der Janz Informationssysteme. Diese liefert die technische Infrastruktur und IT-Konzepte zum Digitalisieren der Krankenhäuser. „Investitionen in Computertechnik führen schnell zu Ergebnissen“, fasste der IT-Berater zusammen.

50 Milliarden Euro für neueste Medizintechnik

Dann stehen Kliniken in Deutschland harte Zeiten bevor: Der Investitionsstau wird von der Deutschen Krankenhausgesellschaft auf mindestens 50 Mrd. € beziffert. Soviel müssten Krankenhäuser nach Meinung der Experten investieren, um ihre Medizintechnik auf den aktuellen und technischen Stand zu bringen.

Skandinavien und Österreich fast 100% digitalisiert

„In keiner anderen Branche kann die Investition in IT sinnvoller sein als in Krankenhäusern“, bestätigt Prof. Dr. Riedel, „in anderen Ländern wie Skandinavien und Österreich werden schon fast 100% eines Krankhauses digital organisiert.“ Doch es gibt auch in Deutschland die ersten Krankenhäuser, die das Potenzial der Informationstechnologie für sich erkannt haben: Das Klinikum in Itzehoe hat in Zusammenarbeit mit Janz in eine neue IT-Infrastruktur investiert und mit der Elektronischen Patientenakte und einem digitalen Archivierungssystem die ersten Grundlagen für das digitale Krankenhaus der Zukunft gelegt.

(ID:266112)