Community Boards wie Raspberry Pi fehlt meist die Produktionstauglichkeit. Erfahren Sie, welche Community Boards nicht nur für die Vorproduktion, sondern gar für die Massenproduktion geeignet sind.
DragonBoard 410c: eines der ersten ARMv8-64-Bit-Entwicklungsboards, das in großen Stückzahlen produziert wird.
(Bild: Arrow)
Viele Entwickler nutzen die auf dem Markt verfügbaren Community Boards als Grundlage für ihre Machbarkeitsnachweise und um ihre Ideen mit einer bewährten, funktionierenden Plattform bewerten zu können.
Eines der weltweit beliebtesten Community Boards ist der von der Raspberry Pi Foundation entwickelte und Einplatinencomputer in Kreditkartengröße, Raspberry Pi. Ursprünglich sollte Raspberry Pi, von dem es zahlreiche Varianten gibt, einen leichteren Einstieg für Experimente mit Technologie und Computer ermöglichen. Seither wurde er unzählige Male genutzt, um mehr über Programmierung und Betriebssysteme wie Linux zu erfahren.
Doch wie lässt sich ein Community Board nutzen, um dann im nächsten Schritt zur Vorproduktion und schließlich zur Massenproduktion überzugehen?
Oft ist das Board in der Originalausführung ungeeignet, da es ursprünglich nicht für den Einsatz in Produktionsumgebungen bestimmt war. Es unterstützt keine industriellen Temperaturbereiche (-40 bis 85 °C), wurde nicht für die Massenproduktion ausgelegt und besitzt noch einige weitere Einschränkungen.
In anderen Fällen und für hohe Stückzahlen setzen die meisten Unternehmen auf die Entwicklung eines eigenen Boards. Manchmal arbeiten sie auch mit den in Community Boards eingebauten Applikationsprozessoren und nutzen die Boards als Referenzdesigns.
Der große Erfolg der Linux-basierenden Mini-PC-Platine Raspberry Pi führte dazu, dass Arrow eine eigene Plattform basierend auf der Qualcomm Snapdragon Lösung entwickelte – das DragonBoard 410c.
Arrows Antwort auf Raspberry Pi: DragonBoard 410c
Das DragonBoard 410c ist eines der weltweit ersten ARMv8-64-Bit-Entwicklungsboards, das in großen Stückzahlen produziert und zu einem relativ niedrigen Preis von 75 $ vertrieben wird. Dies erleichtert Entwicklern maßgeblich die Arbeit mit modernen, mobilen Technologien. Das DragonBoard 410c war nicht nur eines der ersten günstigen ARMv8-64-Bit-Entwicklungsboards, das in die Massenproduktion ging, sondern auch eines der ersten der Plattform 96Boards Markenprodukte.
Im Laufe des letzten Jahres haben Qualcomm Technologies, Linaro und Arrow einen umfassenden Software- und Ökosystem-Support rund um das DragonBoard 410c etabliert. Entwickler, die die Plattform 96boards.org nutzen, profitieren von einer Vielzahl zur Verfügung stehender Betriebssysteme, unter anderem Android, Debian Linux, OpenEmbedded, Ubuntu Core und Windows 10 IoT. Diese Betriebssysteme sind mit zahlreichen IoT-Entwicklungskits kompatibel, beispielsweise mit Amazon Web Services (AWS), AT&T M2X, Brillo, IBM Bluemix Watson und Microsoft Azure.
Von der Idee zur Serienreife mit 96 Boards
Einige Partner von Arrow Electronics haben ein speziell entwickeltes Board entwickelt, um eine produktionsfähige Version des DragonBoards 410c mit spezifischem Anforderungsprofil anbieten zu können. Eines dieser Unternehmen ist InforceComputing, welches den 6309L SBC entwickelt hat. Inforce brachte das Inforce 6309L Board heraus, einen Micro-Singleboard-Computer (SBC) mit einem zum DragonBoard 410c vergleichbaren Preis, der eine produktionsbereite Lösung bietet. Inforce 6309L eignet sich für die nächste Generation von IoT-Anwendungen in vielen Bereichen wie Robotik, Medizingeräte, Kameras, Smart Buildings, Smart Homes, Digital Signage und Assest Tracking.
Von der Vorproduktion zur Serienreife mit 96Boards
Die von Linaro gegründete Community-Plattform 96Boards hat das Ziel, die Industrie und die Open Source Community zusammenzubringen, um Hand in Hand an wichtigen Projekten zu arbeiten, exzellente Tools bereitzustellen, die branchenweite Fragmentierung zu verringern und allgemeine Software-Grundlagen für alle anzubieten.
Während im Raspberry Pi ausschließlich Broadcom-SoCs zum Einsatz kommen, setzt 96Boards auf eine breite Boardauswahl mit SoCs verschiedenster Anbieter.
96Boards ist somit die erste offene Spezifikation, die eine Plattform für die Bereitstellung von kompatiblen, kostengünstigen 32-Bit- und 64-Bit- Cortex-A-Boards mit geringem Platzbedarf aus der Palette der ARM-SoC-Anbieter definiert. Standardisierte Erweiterungsbusse für Peripherie-I/O, Display und Kameras ermöglichen dem Hardware-Ökosystem, eine Reihe kompatibler Add-On-Produkte zu entwickeln, die für die gesamte Lebensdauer der Plattform garantiert auf jedem beliebigen 96Boards-Produkt funktionieren werden.
Es gibt derzeit drei 96Boards Spezifikationen für kostengünstige ARM Cortex-A und Cortex-M Entwicklungsplatinen:
• Die Consumer Edition (CE) zielt auf die mobilen, Embedded und digitalen Home-Segmente.
• Die Enterprise Edition (EE) ist für die Netzwerk- und Serversegmente bestimmt.
• The IoT Edition (IE) bedient die Zielgruppe des Internet of Things (IoT) und die Embedded Segmente.
Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren der 96Boards Consumer Edition war das Dragonboard410C. Vor etwa drei Jahren erschien der brandneue Qualcomm-Prozessor Snapdragon 410 mit 64 Bit, der daraufhin seinen Siegeszug in Smartphones rund um den Globus antrat. Das DragonBoard 410c ist eines der weltweit ersten ARMv8 64-bit Entwicklungsboards, das in großen Stückzahlen produziert und zum äußerst attraktiven Preis von 75 US-Dollar erhältlich war. Dies erleichterte den Entwicklern maßgeblich die Arbeit mit fortschrittlichen mobilen Technologien.
Stand: 08.12.2025
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