Anbieter zum Thema
Von der Punktewolke zur Druckdatei
Einen Überblick über verschiedene mobile 3D-Scanner-Systeme gab Marc Lauterbach vom Hard- und Softwareanbieter Ametek . Nach dem Scann sei wegen Schatten bzw. verdeckten Details eine Nachbearbeitung erforderlich, auch durchsichtige Teile oder spiegelnde Oberflächen stellen Herausforderungen dar.
Beispiele für den Einsatz der Scantechnologie als Grundlage für Um- und Neubauten im Rohrleitungsbau von Industrieanlagen der Verfahrenstechnik zeigte Bernhard Renner, ECM Ingenieur-Unternehmen für Energie- und Umwelttechnik GmbH aus Burghausen.
Die teilweise automatisiert mögliche Nachbearbeitung von 3D-Scans, bei denen „Punktewolken“ entstehen, die in ein Volumenmodell zur Bearbeitung von Bauteildetails übergeführt werden müssen, zeigte Jacques Weijtmans, INNEO Solutions, am Beispiel der Software Geomagic Design X.
Effizientes Geometriehandling mit der Software „ANSYS SpaceClaim“, das auch von Nicht-CAD-Experten durchgeführt werden könne, präsentierte Markus Hübner, SpaceClaim Corporation. Dabei sei der Vorteil der Software, dass Objekte im STL-Format, welches Modelle als Hülle beschreibt, in echte Volumen-Modelle umgewandelt werden können. Optimierungen wie das Ausbessern von Fehlstellen im Scan und Veränderungen können somit vorgenommen werden.
3D-Druck im Maschinenbaustudium der Hochschule Landshut
Wie die Hochschule das Thema der Additive Fertigung in ihrer akademischen Ingenieur-Ausbildung für Maschinenbau aufgreift, zeigte schließlich Prof. Dr. Norbert Babel. Er stellte dabei verschiedene Scanverfahren vor, die an der Hochschule bei Projektarbeiten zum Einsatz kommen.

Diese reichen von der Nachmodellierung von Kunstfiguren zur Vorbereitung eines Metallabgusses, über die von Studierenden entwickelten Maschinenabdeckungen bis zum Scannen einer Fahrzeugkarosserie für Einbau- und Simulationsuntersuchungen. Ein Beispiel zur Unterstützung einer chirurgischen Operationsplanung durch den Druck eines Hüftknochenmodells aus CT-Scandaten zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Technik. Die begleitende Fachausstellung, welche in den Pausen für intensive Fachgespräche genutzt wurde und ein Blick in das CAx-Labor der Hochschule unter Leitung von Prof. Dr. Babel rundete die Veranstaltung ab.
(ID:43726986)