Industrial WLAN

Die „i“-genheiten von WLAN im industriellen Einsatz

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iFeatures – made for industry

So ernüchternd die oben beschriebenen Probleme beim Einsatz von WLAN erscheinen mögen, so gibt es durchaus Mechanismen, die aus WLAN ein zuverlässiges IWLAN machen – die iFeatures.

  • industrial Point Coordination Function (iPCF) – Wenn’s schnell gehen muss
Bild 3: Mit Rapid Roaming kann ein fahrerloses Transportsystem zwischen Access Points wechseln, und das bei gleichbleibend hoher Deterministik der Kommunikation (Archiv: Vogel Business Media)

Für das erstgenannte Beispiel mit dem schnellen Roaming ist industrial Point Coordination Function (iPCF) die Lösung. iPCF erweitert WLAN um ein deterministisches Verfahren, welches zyklisch und koordiniert allen Teilnehmern Sende- und Empfangszeit zuteilt, wohingegen einfaches WLAN eben von demjenigen Teilnehmer genutzt wird, der „zuerst kommt“. Andere Teilnehmer können dadurch ausgebremst und kritische Reaktionszeiten überschritten werden. Durch die mit iPCF erreichte Deterministik lässt sich nun auch der Roaming-Vorgang derart beschleunigen, dass die Kommunikationsverbindung, z. B. mit einem FTS, auch während des Roamings nicht unterbrochen wird – dank des sog. Rapid Roaming (Bild 3).

  • industrial (frequency) hopping (iHOP) – Wenn’s eng wird
Bild 4: Koordiniertes Kanalspringen mit Hilfe der Funktion iHOP ermöglicht auch in funktechnisch anspruchsvoller Umgebung eine stabile IWLAN-Kommunikation zwischen Access Points und Client Modules (Archiv: Vogel Business Media)

Auch für das Problem mit der ungewissen Funkumgebung gibt es das richtige iFeature als Lösung. Ursache für mögliche Störungen sind hier bereits belegte Kanäle. Mit dem iFeature iHOP „hoppt“, also springt, das IWLAN nacheinander auf verschiedene Kanäle. Die Koordination des Sprungvorgangs übernimmt der Access Point, der sich mit seinen IWLAN Clients synchronisiert (Bild 4).

Das Springen geht dabei so schnell vonstatten, dass eine Datenübertragung dadurch in der Regel nicht beeinträchtigt wird, selbst wenn der ein oder andere Kanal gestört sein sollte. In diesem Fall reagiert der Access Point nämlich sofort und schließt gestörte Kanäle vorerst von seiner Sprungsequenz aus. Sollte das viel beanspruchte 2,4-GHz-Band dadurch quasi nicht mehr nutzbar sein, so bietet iHOP auch das frequenzbandübergreifende Springen ins 5-GHz-Band an. Somit ist die Verfügbarkeit, beispielsweise einer drahtlosen Kransteuerung, unabhängig vom Einsatzort und Umfeld des Krans jederzeit gegeben.

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