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Zuverlässigkeit ist ein Muss
Ein weiteres Muss sind in industriellen WLAN-Anwendungen auch deutlich erhöhte Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit im Vergleich zu einem WLAN, wie es in Heim und Büro zum Einsatz kommt. Man muss jeweils alle Anwendungen im Detail betrachten, um zu beurteilen, wie hoch diese Anforderungen genau sind. Die zwei folgenden Beispiele sollen typische Anforderungen industrieller Applikationen verdeutlichen.
IWLAN kommt z. B. bei fahrerlosen Transportsystemen (FTS) zum Einsatz (Bild 1). Diese bewegen sich häufig über größere FLächen, evtl. sogar gebäudeübergreifend. Um allerorts überhaupt erstmal eine Funkverbindung zum FTS zu gewährleisten, ist eine großflächige Abdeckung mit mehreren Access Points notwendig.
Wenn sich das FTS nun bewegt, wird es irgendwann das Funkfeld eines APs verlassen und sich in ein anderes begeben. Dieser Wechsel wird als Roaming bezeichnet. Bei WLAN kann der Roaming-Vorgang allerdings mehrere hundert Millisekunden dauern. Für drahtloses Surfen im Internet ist das eine nicht spürbare Dauer. Für industrielle Steuerungs- oder Peripheriekommunikation bedeutet dies aber oftmals einen Kommunikationsausfall, der zum Anlagenstillstand führen kann. Gefordert ist also ein Mechanismus, der das Roaming dermaßen beschleunigt, dass das FTS ohne Ausfall weiter erreichbar ist.
Ungewissheit über die Funkumgebung
Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz, z. B. mobiler Kranfahrzeuge, in funktechnisch unbekannten Umgebungen (Bild 2). D. h. es gibt vor dem realen Einsatz des Krans oft keine Möglichkeit, die Umgebung zu untersuchen, ob es denn schon andere WLANs oder sonstige Funksysteme im gleichen Frequenzband gibt.

Selbst wenn diese Möglichkeit besteht, so kann es an bestimmten Einsatzorten, z. B. in dicht bebauten Wohn- oder Industriegebieten, vorkommen, dass WLANs sporadisch für den drahtlosen Internetzugang aktiviert werden und sich somit jeglicher Planbarkeit entziehen.
Diese „Ungewissheit“ über die Funkumgebung kann in diesem Fall zur Beeinträchtigung der Kranapplikation führen. Gefordert ist hier also ein Mechanismus, der auch in funktechnisch anspruchsvoller Umgebung die Verfügbarkeit des (I)WLANs sicherstellt und eine hohe Zuverlässigkeit bietet.
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