Skalierung und Wertschöpfung von künstlicher Intelligenz ist nach wie vor schwer zu erreichen. Das hat die Studie „Executive Summary: A Cross Industry View of the State of AI in 2025“ von HTEC ergeben. Dabei liegt das größte Hindernis allerdings nicht in der Technologie, sondern in einer unvollständigen Integration.
Basierend auf den Erkenntnissen von mehr als 1.500 Führungskräften weltweit, darunter auch aus Deutschland, liefert eine neue Studie von HTEC wichtige Ergebnisse zum Stand der KI-Nutzung.
(Bild: HTC)
KI ist von einer Ambition zur Realität geworden. Jedes Unternehmen setzt sie ein. Für die meisten Unternehmen beginnt die eigentliche Herausforderung jedoch erst jetzt. Basierend auf den Erkenntnissen von mehr als 1.500 Führungskräften weltweit, darunter auch aus Deutschland, liefert eine neue Studie von HTEC jetzt wichtige Ergebnisse zum Stand der KI-Nutzung.
KI ist überall – aber selten vollständig integriert
Die Daten zeigen einen klaren Wendepunkt. KI wird mittlerweile aktiv eingesetzt. Das bestätigen 100 % der Unternehmen. Aber eine flächendeckende Nutzung ist nach wie vor die Ausnahme, nicht die Regel. So erklären nur 44 % der deutschen Führungskräfte, dass KI vollständig in mehrere Funktionen oder Produkte integriert ist. Die Mehrheit berichtet von fragmentierten Implementierungen, das heißt, KI wird eher in einzelnen Bereichen, Pilotprojekten oder isolierten Initiativen eingesetzt als in einem koordinierten Betriebsmodell.
Für HTEC zeigt dies, dass die Herausforderung nicht mehr darin besteht, die Funktionsfähigkeit von KI zu beweisen. Es geht vielmehr darum, vielversprechende Anwendungsfälle in integrierten Systemen und Arbeitsabläufen umzusetzen, die einen messbaren, wiederholbaren ROI liefern.
Wo die Dynamik der KI ins Stocken gerät
Die Führungskräfte sind sich bemerkenswert einig darüber, warum sich die KI-Einführung verlangsamt. Die erste Schwierigkeit betrifft nicht die Modell-Performance, sondern die Integration. Das am häufigsten genannte Hindernis in Deutschland ist die Einbindung von KI in bestehende Prozesse und Legacy-Systeme (46 %). Hier kommen Initiativen zum Stillstand, die Zuständigkeiten wechseln und der Wert schwindet. Zudem ist es durch interne Kompetenzlücken unrealistisch, Lösungen vollständig intern zu realisieren. Da KI immer tiefer in die Kerngeschäfte vordringt, erkennen Führungskräfte, dass der Mangel an wichtigen technischen Fähigkeiten zu Engpässen bei der Umsetzung führt, die sich mit der Zeit verschärfen.
Generell führen unklare Prioritäten und ROI-Betrachtungen zu einer Änderung der Umsetzungsstrategie. Angesichts begrenzter interner Kapazitäten und KI-Kenntnisse, um mehrere Initiativen parallel zu bewerten und zu skalieren, planen Führungskräfte zunehmend, sich auf spezialisierte Partner und Plattformen von Drittanbietern zu verlassen. Damit sollen die Bereitstellung beschleunigt, Risiken reduziert und interne Teams an den Stellen eingesetzt werden, an denen sie den größten Mehrwert schaffen.
Die Botschaft ist branchenübergreifend einheitlich: Der Erfolg von KI wird heute durch die Bereitschaft des Unternehmens und nicht durch das algorithmische Potenzial begrenzt.
Edge-KI entwickelt sich vom Experiment zum unverzichtbaren Bestandteil
Die Studie zeigt auch eine entscheidende Veränderung in der Sichtweise von Führungskräften auf Edge- und Embedded-KI. So wird Edge-KI nicht mehr als optional oder experimentell eingestuft. 86 % der Befragten in Deutschland geben an, dass sie mit Edge-Funktionen bestens vertraut sind. Sie heben dabei die Vorteile des Einsatzes von KI näher am Ort der Datengenerierung und Entscheidungsfindung hervor – insbesondere im Hinblick auf die Verbesserung der Sicherheit, Stabilität und regulatorischen Kontrolle. Außerdem wird die Performance in Umgebungen mit Ressourcenengpässen genannt.
Zugleich sind Führungskräfte pragmatisch, was die Skalierung angeht. Die meisten planen einen hybriden Ansatz, also eine Kombination aus spezialisierten Partnern, Plattformen von Drittanbietern und selektiver interner Entwicklung. Das Ziel ist Geschwindigkeit ohne Einbußen bei der Kontrolle – und langfristige Eigentümerschaft ohne Verzögerungen bei der Umsetzung.
Die Kosten der Untätigkeit werden in Jahren gemessen
Die Befragten sind sich der Herausforderungen bewusst. Sie schätzen, dass ein Versäumnis, Chancen im Bereich KI und Edge zu nutzen, ihre Unternehmen um fast zwei Jahre zurückwerfen könnte. Als Reaktion darauf setzen sich die meisten ein- bis dreijährige Ziele, um Anwendungsfälle zu validieren, Unternehmens-Roadmaps umzusetzen, ihre Belegschaft weiterzubilden und neue KI-gestützte Umsatzquellen zu erschließen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Trotzdem bleibt das Vertrauen fragil. Insgesamt nur 25 % der Führungskräfte meinen, dass ihr Unternehmen KI schnell einführen und skalieren kann. Weitere 22 % erwarten eine selektive Einführung mit langsamerer Skalierung. 31 % geben an, dass sie zwar experimentieren können, aber Schwierigkeiten haben, einen Mehrwert zu erzielen. Nicht zuletzt bestätigen 22 %, dass sie bereits ins Hintertreffen geraten sind.
Insgesamt deuten die Ergebnisse auf eine ernüchternde Realität hin: Drei Viertel der Unternehmen laufen Gefahr, keine Vorteile aus der Dynamik der KI zu ziehen, wenn sie strukturelle, operative und führungsbezogene Hindernisse nicht beseitigen.
„In der nächsten Phase der KI darf es nicht mehr um weitere Pilotprojekte gehen“, betont Lawrence Whittle, Chief Strategy Officer bei HTEC. „Die Aufgabe besteht vielmehr darin, mutige Ziele zu definieren, End-to-End-Prozesse neu zu gestalten und KI durch modulare, unternehmensweite Roadmaps zu skalieren. Erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, die KI als zentrales Betriebsmodell betrachten – und nicht als eine Ansammlung von Projekten.“
Die Untersuchung „Executive Summary: A Cross-Industry View of the State of AI in 2025“ wurde von HTEC in Auftrag gegeben und von Censuswide durchgeführt. Sie enthält die Erkenntnisse von 1.529 Führungskräften aus Deutschland, Großbritannien, Spanien, den USA, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter CEOs, CIOs, CTOs, CDOs, CFOs, COOs, CPOs und CSOs aus verschiedenen Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Automobilindustrie, Telekommunikation, Einzelhandel und Halbleiterindustrie.
Die Untersuchung „Executive Summary: A Cross-Industry View of the State of AI in 2025“ ist zum Download bei HTC verfügbar. (sg)