Datenübertragung in Embedded-Systemen

Die besten Praktiken zur USB-Integration

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Eine weitere Möglichkeit der Störunterdrückung ist das Hinzufügen von Leiterplattenanschlüssen (Pads) zum Anschluss eines Widerstands oder Kondensators zwischen der USB-Steckerabschirmung und der Steckererdung. Die Qualität der Abschirmung kann unter den verschiedenen Arten von USB-Kabeln erheblich abweichen.

Ein passives Bauelement kann daher zur Unterdrückung von Störungen beitragen, die sonst zur Systemmasse übertragen werden. Diese Technik ist auch dann nützlich, wenn CE-/FCC-Konformität für ein USB-Produkt erzielt werden muss.

Zertifizierung gewährleisten

Einige Hersteller streben eine volle USB-IF-Zertifizierung an, was die Verwendung von USB-Compliance-Logos auf ihrem Produkt ermöglicht. Der Zertifizierungsprozess umfasst Tests seitens des USB Implementers Forum (USB-IF), mit denen gewährleistet wird, dass die Schnittstelle den elektrischen und Kompatibilitätsanforderungen der USB-Spezifikation entspricht. Während der elektrischen Konformitätstests kann eine Anpassung der USB-Signalanstiegs-/abfallzeiten erforderlich sein. Dies geschieht über Kondensatoren oder Widerstände auf den DM- und DP-Datenleitungen, um konfigurationsspezifischen Abweichungen zu entsprechen.

Als Teil des Enumerationsprozesses fordert der USB-Host Konfigurations- und Identifikationsdetails (USB-Deskriptoren) vom Slave. Die Deskriptoren enthalten Informationen wie Anbieter-ID, Produkt-ID, USB Revision, Anzahl der USB-Schnittstellen und unterstützte Datentransferarten. Die Daten lassen sich entweder im USB-IC speichern (wie beim FTDI FT232R) oder auf einem externen EEPROM.

Obwohl sich die hier beschriebenen Empfehlungen auf das direkte Design einer USB-Slave-Schnittstelle beziehen, lassen sich viele dieser Praktiken auch auf das Design einer Embedded-USB-Host-Schnittstelle beziehen. Bei der Entwicklung einer Host-Schnittstelle müssen Entwickler besonderes Augenmerk auf die Versorgungsschaltkreise werfen, damit ausreichend Strom zur Verfügung gestellt werden kann. Außerdem müssen Überstromzustände erkennbar sein, für den Fall, dass ein USB-Slave an den Host angeschlossen wird.

* * Kulraj Purewal ist Product Marketing Engineer; Gordon Lunn ist Senior Applications Engineer; beide bei FTDI, Glasgow.

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