Neu ausgeführte Stromversorgungen nach Schutzart IP67 verfügen über eine UL-1310-Zertifizierung und eignen sich optimal für den Aufbau von energiebegrenzten NEC-Class-2-Stromkreisen.
Bild 1: Die unterschiedlichen Geräteanschlüsse 7/8“-Zoll, M12 (A- und L-kodiert) oder IPD stellen eine hohe Kompatibilität im Feld sicher.
(Bild: Phoenix Contact)
Trends wie Dezentralisierung und Modularisierung spielen in der Intralogistik eine große Rolle: ob Wareneingang oder -ausgang, Lager- und Fördersysteme, Sortieranlagen, Überwachung und Sensorik sowie Kommunikationssysteme wie Access Points.
Digitale Transformation, permanente Verfügbarkeit von Gütern und Waren, effizienter Material- und Güterfluss stellen die Anlagenbetreiber vor vielfältige Herausforderungen.
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Die volle Transparenz zur kontinuierlichen Optimierung des innerbetrieblichen Transports, die Verschmelzung von Lager und Produktion und intelligente Maschinen und Anlagen, z. B. autonome Transportsysteme oder Kollaborative Roboter (Cobots), erfordern eine anwendungsgerechte und flexible Energieversorgung.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollten weitläufige Anwendungen wie Fertigungslinien oder Förderbänder nach einem dezentralen Ansatz realisiert werden. Dies ermöglicht eine deutlich effizientere Energieversorgung und einen modularen Aufbau einzelner Anlagenbestandteile. Die Wartung, Umrüstung und Verfügbarkeit einzelner Module werden ebenfalls optimiert.
Vielfältige Anschlussmöglichkeiten
Die IP67-Stromversorgungen mit NEC-Class-2-Ausgang sind mit standardisierten Anschlüssen wahlweise mit 7/8 INC, IPD, M12 oder M12-A ausgestattet. Dies sorgt für Flexibilität und eine hohe Kompatibilität im Feld und ermöglicht zudem einen fehlerfreien Anschluss der Geräte.
Der 7/8-Zoll-Schraubanschluss ist eine weltweit verbreitete Anschlusstechnik. Sie wird vor allem für die Leistungsversorgung von aktiven I/O-Modulen eingesetzt.
In der M12-Ausführung ist der Eingangsstecker S-kodiert und die Ausgangsbuchse verfügt über die neue L- oder wahlweise A-Kodierung. Die M12-Steckverbinder besitzen eine kompaktere Bauform und ersetzen sukzessive die älteren Steckverbinderdesigns.
Beide Steckverbindersysteme, sowohl 7/8-Zoll als auch M12, ermöglichen eine schnelle und fehlerfreie Verdrahtung dank standardisierter und kodierter Anschlüsse. Vorkonfektionierte Leitungen in beliebigen Längen bieten darüber hinaus weiteres Sparpotenzial.
Die IPD-Anschlusstechnik (Installation Power Distribution), als vierte Wahloption, ist vor allem für eine einfache Energieverteilung im Feld bekannt. Die Anschlusstechnik verfügt feldseitig über einen Push-in-Anschluss; dabei wird die entsprechende Leitung durch eine Kabeltülle geführt und direkt kontaktiert. IPD ermöglicht somit einen komfortablen Anschluss von freien Leitungsenden ohne konfektionierten Stecker.
Stromversorgung mit erhöhter Schutzart
Für Anwendungen, in denen klassische Schaltschranklösungen aufgrund fehlender Erweiterbarkeit oder Platzmangel nicht installierbar sind, bietet Phoenix Contact jetzt neben Stromversorgungen für den Schaltschrank mit Schutzart IP20 auch Stromversorgungen mit erhöhter Schutzart IP67 für eine schaltschranklose Installation direkt im Feld in unmittelbarer Nähe am Endverbraucher an. IP67-Stromversorgungen sind für den schaltschranklosen Einsatz im industriellen Umfeld entwickelt und bieten auch unter rauen Umweltbedingungen eine sichere Versorgung der angeschlossenen Last. Das bereits bestehende Produkt-Portfolio an IP67-Stromversorgungen wird um UL-1310-zertifizierte Geräte mit einer auf unter 100 VA begrenzten Ausgangsleistung ergänzt.
Kompakt und effizient
Das robuste Aludruckguss-Gehäuse mit Schutzart IP67 bewahrt die Stromversorgungen vor dem Eindringen von Wasser und Fremdkörpern. Durch das kompakte Design (B 100 mm x H 160 mm x T 53 mm) können die Stromversorgungen dezentral, direkt im Feld, nahe dem Verbraucher eingesetzt werden.
Der weite Temperatureinsatzbereich ermöglicht eine hohe Flexibilität der Einsatzbereiche. Überall dort, wo Wärme entsteht, wird diese direkt durch die Leiterplatte geführt und über die Gehäuseoberfläche abgeleitet. Bei Umgebungstemperaturen von –25 bis 60 °C arbeiten die Stromversorgungen zuverlässig ohne Leistungsminderung, darüber hinaus ist ein Betrieb bis 70 °C möglich. Die Geräte kommen dabei ohne innenliegende Kühlkörper aus, die Kühlung geschieht ausschließlich über das Gehäuse. Auf Verguss der Elektronik wurde bewusst verzichtet – dies verlängert die Lebensdauer der intern verbauten Komponenten und ist schonender für die Umwelt hinsichtlich Herstellung und Recycling.
Die robuste und verlässliche Elektronik ermöglicht einen sehr weiten Eingangsspannungsbereich von 100 VAC (–15 Prozent) bis 277 VAC (+10 Prozent). Auch können die Stromversorgungen mit 110 VDC (–20 Prozent) bis 250 VDC (+10 Prozent) Eingangsspannung betrieben werden. Der AC- und DC-Weitbereichseingang ermöglicht somit weltweiten Einsatz in unterschiedlichen Versorgungsnetzen.
Neben einer hohen Schock- und Vibrationsfestigkeit sind die Geräte mit einem Wirkungsgrad von >93 Prozent äußerst energieeffizient. Eine lange Lebensdauer und höchste Anlagenverfügbarkeit werden zudem durch eine hohe MTBF von über 1.000.000 h bei 40 °C und über 500.000 h bei 60 °C gewährleistet. Bei Bedarf lassen sich die Stromversorgungen parallel oder in Reihe schalten, um Leistung oder Ausgangsspannung zu erhöhen oder redundant betrieben zu werden.
Fazit
Die neuen Stromversorgungen mit Schutzart IP67 von Phoenix Contact arbeiten auch unter rauen Umgebungsbedingungen zuverlässig. Sie sind wasser- und staubdicht. Ihre hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit stellen einen idealen Einsatz im Feld sicher. Mit der umfangreichen AC- und DC-OK-LED-Signalisierung ist die Inbetriebnahme einfach und Fehler werden sofort erkannt. Die große Auswahl an standardisierter Anschlusstechnik (M12, IPD, 7/8 INC) sorgt für mehr Flexibilität und Zukunftssicherheit und ermöglicht kleinere oder gar keine Schaltschränke, Wärmereduzierung im Schaltschrank, kürzere Kabellängen sowie eine kurze Installationszeit.
Stand: 08.12.2025
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Ein deutlich geringerer und somit kostengünstigerer Installationsaufwand weist besondere Vorteile beim Aufbau von NEC-Class-2-Stromkreisen auf. Die Verwendung von UL-1310-zertifizierten Stromversorgungen minimiert insbesondere den Prüfaufwand bei der Zulassung einer kompletten Anlage.
* Sebastian Schöttler, Produktmarketing Power Supplies,
* Nadine Schneider, Marketing Communications; Phoenix Contact Power Supplies, Paderborn.