ZVEI-Erhebung Marketing- und Kommunikationskosten 2010 Deutsche Elektroindustrie gibt 1,7% ihres Umsatzes für Marketing aus
Durchschnittlich 1,68% ihres Umsatzes haben die Unternehmen in der Elektroindustrie im Jahr 2009 für Marketing und Kommunikation ausgegeben. Bei den Unternehmen bis 25 Mio. € Umsatz waren es sogar 2,14%. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage ist der Anteil der Marketingkosten um 0,2%-Punkte gestiegen.
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Achim Seitz, Statistikexperte in der ZVEI-Abteilung Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte hat die aktuelle ZVEI-Erhebung Marketing- und Kommunikationskosten ausgewertet und folgende vier Kernergebnisse zusammengefasst:
- Der Anteil des Marketingbudgets am Umsatz beträgt 1,7%.
- Vier Marketinginstrumente machen 70% des Marketingbudgets aus.
- Messen und Ausstellungen bleiben das wichtigste Marketinginstrument.
- Jedes zweite Unternehmen erwartet steigende Marketingkosten.
Anteil des Marketingbudgets am Umsatz ist leicht gestiegen
Im Jahr 2009 haben die Unternehmen der Elektroindustrie durchschnittlich 1,68% ihres Umsatzes für Marketing und Kommunikation (kurz: Marketing) ausgegeben. Der Anteil ist damit im Vergleich zur letzten Umfrage um 0,2%-Punkte gestiegen. Der Durchschnitt der Elektroindustrie wird durch den Investitionsgüterbereich getragen, dessen Marketingbudgetanteil bei 1,64% liegt.
Der Bereich Gebrauchsgüter (braune und weiße Ware sowie Licht) hingegen liegt mit 2,41% weit über dem Durchschnitt, der Vorleistungsgüterbereich elektronische Bauelemente und Leiterplatten mit 1,07% deutlich darunter. Der hohe Anteil bei den Konsumgütern ist durch den wesentlich intensiveren Endkundenbezug zu erklären.
Der Anteil des Marketingbudgets am Umsatz nimmt in allen Teilbranchen mit zunehmender Unternehmensgröße ab. Die kleinsten Unternehmen bis 25 Mio. € Umsatz geben mit 2,14% vom Umsatz relativ viel Geld für Marketing aus. Die größten Firmen mit über 100 Mio. € Umsatz investieren nur noch 1,15% ihres Umsatzes in Marketing.
Messen sind nach wie vor wichtigstes Marketinginstrument

Vier Marketinginstrumente machen 70% des Marketingbudgets aus. In der Reihenfolge ihrer Bedeutung, die sich im Vergleich zur letzten Umfrage nicht verändert hat, sind dies: Messen und Ausstellungen, sonstige Firmenschriften und -broschüren, Anzeigen sowie Verkaufsförderung. Die Bedeutung dieser vier Instrumente ist in den sechs analysierten Teilbranchen unterschiedlich.
Auch im Jahr 2009 haben die Unternehmen der Elektroindustrie für das Marketinginstrument „Messen und Ausstellungen“ im Durchschnitt mit zwei Fünfteln den größten Anteil ihres Marketingbudgets ausgegeben. Der Anteil für Messe- und Ausstellungskosten am Marketingbudget sinkt mit zunehmender Unternehmensgröße in allen Teilbranchen tendenziell ab.

Messen und Ausstellungen sind in allen Teilbranchen mit 36 bis 46% das wichtigste Marketinginstrument. Der Bereich Hausgeräte ist die einzige Ausnahme – hier wird nur etwas mehr als ein Fünftel des Marketingbudgets für Messen und Ausstellungen ausgegeben. Dies wird aber durch einen höheren Anteil bei der Verkaufsförderung und Hausmessen kompensiert.
In einzelnen Teilbranchen spielen zudem andere Marketinginstrumente eine größere Rolle, bspw. Großhandelskataloge im Bereich Installation (8,3%) sowie Neue Medien im Bereich Bauelemente (8,2%).
Jedes zweite Unternehmen erwartet steigende Marketingkosten
Jedes zweite Unternehmen der Elektroindustrie erwartet steigende Marketingkosten. In den Teilbranchen Automation und Installation gehen jeweils über die Hälfte der Firmen von steigenden Marketingkosten aus. Von gleich bleibenden Marketingkosten gehen rund 40% der Elektro-Firmen aus. In der Teilbranche Licht sind es sogar deutlich mehr als zwei von fünf Firmen. Nur jede zwölfte Firma rechnet mit sinkenden Marketingkosten. In der Teilbranche Hausgeräte erwartet hingegen ein Achtel der Firmen sinkende Kosten. In den Teilbranchen Automation, Energie und Installation allerdings nur 6%.
An der ZVEI-Erhebung von Marketing- und Kommunikationskosten 2010 haben sich über 220 Firmen beteiligt. Die hohe Rücklaufquote bildet die Basis für valide Auswertungen für das Geschäftsjahr 2009; nicht nur für die gesamte Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, sondern auch differenziert nach sechs Teilbranchen sowie drei Größenklassen. Zudem wurden über 30 Sonderauswertungen für ZVEI-Fachverbände erstellt.
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