10 neue Partner Deutsche Beteiligung an Milliardenprojekt Graphen steigt

Redakteur: Peter Koller

Zehn deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen steigen in das milliardenschwere europäische Flaggschiffprojekt zum Halbleitermaterial Graphen ein. Das hat die EU-Kommission heute (Montag) anlässlich der Graphen-Woche 2014 in Brüssel verkündet.

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Sieht Europa in Führung bei der Graphen-Forschung: Neelie Kroes
Sieht Europa in Führung bei der Graphen-Forschung: Neelie Kroes
(Wikimedia)

Anlässlich der Graphene Week 2014 gibt die Europäische Kommission bekannt, dass der Umfang der Leitinitiative Graphen, einer der bislang größten europäischen Forschungsinitiativen, verdoppelt wird. Nach den Ergebnissen einer mit 9 Mio. EUR ausgestatteten Ausschreibung werden nun 66 neue Partner eingeladen, sich dem Konsortium anzuschließen – davon 10 aus Deutschland.

Dabei handelt es sich überwiegend um Hochschulen und Forschungseinrichtungen, aber der Anteil der beteiligten Unternehmen, vor allem KMU, steigt. Dies zeigt, dass sich die Wirtschaftsakteure zunehmend für Graphen interessieren. Die Partnerschaft, an der nun mehr als 140 Organisationen aus 23 Ländern beteiligt sind, ist entschlossen, das „Wundermaterial“ Graphen und ähnliche mehrdimensionale Materialien aus den wissenschaftlichen Labors zu holen und für den täglichen Gebrauch einzusetzen. „Europa ist beim revolutionären Material Graphen führend. Dieses Wundermaterial birgt ein enormes Potenzial, unser Leben zu verbessern: Es wird für die Entwicklung neuer medizinischer Technologien, wie Retina-Implantaten und eines nachhaltigeren Verkehrs unter Einsatz leichter und besonders leistungsstarker Batterien eingesetzt. Je mehr wir das Potenzial von Graphen erschließen können, desto besser!“, sagte Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission.

Als Ergebnis der Ausschreibung werden das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Technische Universität München (TUM), die Universität Bielefeld, die Universität Ulm, BASF, die CNM Technologies GmbH, die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., die Epcos AG, die TU Dortmund und die Universität Augsburg am Graphen-Projekt mitforschen.

Für die Graphen-Leitinitiative @grapheneCA werden in den nächsten 10 Jahren europäische Investitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro eingesetzt. Sie ist Teil der von der Europäischen Kommission im Januar 2013 angekündigten Leitinitiativen zu neuen und künftigen Technologien (FET) @FETFlagships.

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