FED-Schulungskonzept für Leiterplattendesigner Designerausbildung mit Prüfung und Zertifikat
Seit der Einführung des mehrtägigen Schulungsprogramms für Leiterplattendesigner und -layouter im Jahr 1999 hat der Fachverband FED weit über 700 Designer geschult. Aktuell haben 260 Kursteilnehmer den Qualifikationstitel CID (Certified Interconnect Designer) sowie 48 Teilnehmer den nächsthöheren Prüfungsgrad CID+ (Advanced Certified Interconnect Designer) bzw. FED-Designer erfolgreich absolviert. Für 2007 sind insgesamt 27 Termine für das mehrstufige, aufeinander aufbauende Kurssystem geplant.
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Leiterplattendesigner nehmen innerhalb der Wertschöpfung von elektronischen Baugruppen und Systemen eine Schlüsselstellung ein. Sie müssen in der Lage sein, mithilfe ihrer EDA-Werkzeuge und im ständigen Dialog mit Entwicklung und Fertigung Schaltungsentwicklung, Leiterplattenentwicklung, Leiterplattenfertigung, Baugruppenfertigung und Konstruktion zu einem fertigungsgerechten und funktionierenden Ergebnis zusammenführen.
- Produktklassifizierung,
- mechanische Gegebenheiten,
- Kosten- und Zeitfaktoren,
- Reparaturmöglichkeiten,
- Entsorgung und Umweltschutz sowie
- die Gerätefunktion.
All diese Faktoren haben Einfluss auf die Strategie und Ausführung der Schaltung und müssen bereits von der Planungsphase an berücksichtigt werden.
Designer entscheiden über wesentliche Kosten- und Qualitätsfaktoren der späteren Produktion
Nach den Entwicklungsphasen gehen die Daten für die Leiterplattenherstellung und Baugruppenfertigung direkt aus den EDA-Systemen in die Systeme für die Fertigung. Dies setzt beim Leiterplattendesigner das Wissen über Fertigungstechnologien voraus. Leiterplattendesigner werden immer mehr zur Brücke zwischen Entwicklung und Fertigung und entscheiden über wesentliche Kosten- und Qualitätsfaktoren der späteren Produktion.
„Um den mitten in der Praxis stehenden Leiterplattendesignern die notwendige Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen, einem gesamten Berufsbild näherzukommen und damit den Stellenwert der Leiterplattendesigner zu verbessern, hat der FED im Frühjahr 1999 ein stufenförmiges Kurssystem aus der Taufe gehoben.
Die aufeinander bauenden Seminare bestehen aus:
- fünftägiger Leiterplattendesignerkurs mit der Option der CID-Prüfung am Ende des Kurses,
- drei Tage Aufbaukurs I,
- drei Tage Aufbaukurs II sowie
- drei Tage Aufbaukurs III, optional mit der CID+/FED-Designerprüfung im Anschluss.
„Um die notwendige Lern- und Austauschatmosphäre zu sichern und den Unterricht an IT-Systemen sicherzustellen, ist die Anzahl der Teilnehmer pro Kurs auf zwölf Personen beschränkt“, erläutert Schulungsleiter Gerhard Gröner.
Grundlagen der Ausbildung bilden neben dem eigens dafür erarbeiteten Material die FED-Designrichtlinie FED-22-02, einschlägige IPC-Richtlinien wie die IPC-2220-Serie, die IPC-SM-782, IPC-A-610, die DIN-EN- und IEC-Normen sowie die ins Deutsche übersetzten Study Guides I und II des IPC. Bestandteil der Kurse ist eine CD-ROM für die Teilnehmer mit einer verkürzten Form dieser Richtlinien.
Nachweis für eberufliches Qualifikationsniveau und anspruchsvoller Berufsnachweis
„Die erfolgreiche Kursteilnahme und Zertifizierung ist zugleich ein Nachweis für ein bestimmtes berufliches Qualifikationsniveau und anspruchsvoller Berufsnachweis für Leiterplattendesigner“, betont Gerhard Gröner. Damit eröffne sich insbesondere für diejenigen Layouter eine große Chance, die sich in ausdauernder Kleinarbeit autodidaktisch ein hohes Fachwissen erworben und dies nun offiziell bestätigt haben wollen.
Für den Erwerb der Zertifikate sprechen mehrere Faktoren. Jeder Designer hat die Möglichkeit, seinen Wissensstand anhand des Prüfprogramms selbst zu kontrollieren und selbst eventuelle Lücken zu füllen, entweder autodidaktisch oder in einem Vorbereitungskurs des FED. So erhält jeder Designer gewissermaßen einen „Qualifizierungsfahrplan“.
Mit dem Erwerb der Zertifikate ist der Nachweis eines bestimmten beruflichen Wissens verbunden. Zertifizierten Designern wird das Recht zuerkannt, offiziell ihrem Namen die Beifügung „CID“ (Certified Interconnect Designer) hinzuzufügen und so auf ihren Qualifikationsnachweis aufmerksam zu machen. Durch den Erwerb des Zertifikats in unterschiedlichen Ländern auf Basis einheitlicher Prüfungsinhalte und -bedingungen findet ein internationaler Wissensabgleich statt.
Detaillierte Informationen über die Inhalte des Schulungsangebotes sowie die Termine für 2007 finden Sie über den untenstehenden Link beim FED.
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