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Bessere Service-Fähigkeit im Reparaturfall
Diese Maßnahmen sind sowohl aus technischer als auch aus Qualitätssicht sinnvoll. Einerseits wird die Servicefähigkeit im Reparaturfall verbessert. Andererseits sorgt die Prüfbarkeit der Steckverbindung vor der Montage für eine sichere und korrekte Verbindung. Außerdem ermittelte das productware-Team ein kostengünstigeres Alternativ-Display. Diese Änderungen führten zu Einsparungen von rund 10 bis 15 Prozent des Geräteverkaufspreises.
Die Optimierungsvorschläge hat productware dem Kunden im Angebot unterbreitet. Dieser hat sie als vorteilhaft erkannt und in Auftrag gegeben. Der Kunde konnte jedoch aus Gründen der Gerätezulassung (EMV) und auch den Verpflichtungen gegenüber seinem Endkunden die Änderungen nur im begrenzten Umfang vornehmen. Im ersten Schritt erfolgte deshalb noch kein komplettes Re-Design.
Stattdessen setzte productware Teile der Optimierungsvorschläge, die Punkte zwei bis vier, kurzfristig und ohne Änderung des Board-Layouts um. Auch eine weitere Pin-kompatible Display-Alternative wurde ermittelt und eingesetzt.
Das dadurch erzielte Einsparpotential lag bei rund 4 Prozent des Geräteverkaufspreises. Zudem verbesserten sich die Servicefähigkeit, die Produzierbarkeit und auch die Qualität der Baugruppe.
Zahl der THT-Bauteile konnte deutlich reduziert werden
„Als auch der Endkunde ein komplettes Re-Design der Baugruppe als sinnvoll erachtete“, so Hunkel weiter, „haben wir weitere Möglichkeiten zur Reduzierung der manuellen Aufwendungen in der THT-Bestückung beleuchtet.“
Hierzu untersuchte die Arbeitsvorbereitung alle THT-Bauteile in der Stückliste nach möglichen SMD-Alternativen und stellte das Ergebnis – die Anzahl der THT-Bauteile sank von 26 auf 4 – dem Kunden zu Verfügung. Auf dieser Basis erfolgte dann das Re-Design.
Mit Hilfe der beschriebenen Optimierungsvorschläge konnte die anfänglich beidseitig vorgesehene SMD/THT-Bestückung auf eine einseitige Bestückung reduziert werden (siehe dazu die Bilder in der Galerie).
Die dafür notwendigen Aufwendungen wurden durch den Wegfall eines Arbeitsschrittes deutlich gesenkt. Ebenso entfielen die Initialkosten für eine zweite SMD-Schablone für die Baugruppenunterseite. Letztendlich führten diese Design-for-Manufacturing-Maßnahmen zu einem Einsparpotenzial von 13 Prozent des Geräteverkaufspreises.
* Herbert Schmid ist Geschäftsführer des Elektronikfertigers productware in Dietzenbach.
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